Wie kann jeder von uns einen Beitrag zum Umweltschutz und zu einer weniger verschmutzten Erde leisten?
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I. ABFÄLLE

In Polen unterscheidet man zwischen der Mülltrennung:

a) in Containern, die in Wohnvierteln aufgestellt werden und

b) in Abfallsäcken – in Einfamilienhäusern.

Durch die Mülltrennung kann Folgendes erreicht werden:

- weniger Flächen müssen für Mülldeponien bereitgestellt werden

- weniger Verbrauch von natürlichen Rohstoffen

- geringere Verschmutzung der Atmosphäre.

 

Seit jeher hat der Mensch Abfall produziert. Dennoch ist besonders wichtig, dass jeder von uns seinen Abfall trennt, so dass er recycelt werden kann – insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die Weltbevölkerung stetig wächst (bislang auf 6,5 Milliarden Menschen) und dass mehr und mehr Kilogramm Abfall pro Kopf anfallen (durchschnittlich pro Kopf und Jahr in Polen 300 kg, in der Europäischen Union zwischen 360 und 620 kg).

Der Lohn der Mülltrennung ist eine weniger verschmutzte Umwelt: wir können sauberere Luft atmen und reineres Wasser trinken.

Die MÜLLTRENNUNG ist eine Möglichkeit, die Abfallmenge, die auf der Müllhalde landet, zu verringern, indem Rohstoffe wiederverwertet werden, die sich zur erneuten Verwendung oder zur Weiterverarbeitung für die Herstellung neuer Materialien eignen. (RECYCLING)

SEKUNDÄRROHSTOFFE, die einer erneuten Nutzung zugeführt werden können, sind: Glas, Plastik, Papier, Metall (hauptsächlich Dosen).

 

PAPIER

17 Bäume müssen zur Herstellung von 1 Tonne Papier gefällt werden. Durch Altpapiersammeln können Wälder vor dem Abholzen bewahrt werden. Außerdem sollten wir:

- Papier beidseitig beschreiben

- Wegwerfprodukte aus Papier meiden (Papierhandtücher, Pappteller); stattdessen sollten wir auf Produkte zurückgreifen, die viele Male benutzt werden können

- darauf achten, dass wir keine Produkte mit überflüssigen Umverpackungen kaufen. Das gilt beispielsweise für Kosmetika, Zahnpasta etc.

- die Hinweise des Herstellers zur Recyclingfähigkeit der Verpackung beachten.

KUNSTSTOFFE (PLASTIK)

Plastik wird aus Erdöl, einem nicht erneuerbaren natürlichen Rohstoff, hergestellt. Der biologische Abbau von Plastik kann mehrere hundert Jahre in Anspruch nehmen.

• Während der Plastikverbrennung entstehen hochgefährliche, krebserregende DIOXINE.

• Durch die Lagerung von Plastik auf einer Mülldeponie werden Boden und Wasser mit giftigen Substanzen verunreinigt.

Durch das getrennte Sammeln von Kunststoffen wird eine erneute Verwendung ermöglicht. Darüber hinaus sollten wir:

- Wegwerfgeschirr und -besteck aus Plastik meiden

- Produkte in Plastikverpackungen meiden und stattdessen Produkte in Papier- oder Glasverpackungen kaufen

- beim Einkaufen unsere eigene Tragetasche verwenden.

ALUMINIUM

Die Herstellung von Aluminium ist kostspielig und belastet die Umwelt in großem Maße. Daher sind das Sammeln und das Recycling von Dosen besonders wichtig. Dadurch:

- wird das Wasser weniger verschmutzt

- verringert sich das Abfallaufkommen auf Mülldeponien

- wird der Ausstoß von giftigen Gasen in die Atmosphäre verringert

- sparen wir Energie.

KOMPOSTIERUNG

Das Kompostieren wird auch ORGANISCHES RECYCLING genannt. Es handelt sich um einen natürlichen Weg, Abfälle unschädlich zu machen und zu entsorgen. Organische Substanzen werden von Mikroorganismen wie beispielsweise Sauerstoffbakterien zersetzt. Kompostiert werden können beispielsweise Herbstlaub, Obst- und Gemüseabfälle etc. Der dabei entstehende Kompost ist ein hervorragender Dünger für den eigenen Garten am Haus.

Ein Jeder kann ohne große Mühe die organischen Abfälle seines Haushalts selber kompostieren: die Bioabfälle kommen auf einen (Kompost-) Haufen, den man ein bis zwei Jahre ruhen lassen sollte.

GEFÄHRLICHE ABFÄLLE

Zu den gefährlichen Haushaltsabfällen zählen leere Batterien oder abgelaufene Arzneimittel.

Wenn Batterien direkt mit dem Boden in Kontakt kommen, kann dies zur Bodenverschmutzung mit Schwermetallen wie Kadmium, Quecksilber, Blei sowie mit ätzenden Säuren führen. Eine einzige kleine Batterie kann mehrere Hundert Liter Wasser verschmutzen.  Deshalb nehmen manche Fotogeschäfte leere Batterien an. Abgelaufene Arzneimittel müssen in der Apotheke abgegeben werden.

II. ENERGIE SPAREN

Ein geringerer Stromverbrauch schlägt sich in einer niedrigeren Stromrechnung nieder – und gleichzeitig wird die Umwelt geschont. Die meisten Verbraucher können in ihrem Haushalt den Stromverbrauch problemlos verringern, ohne dafür auf Komfort verzichten zu müssen.

• Bei der Anschaffung von Elektrogeräten solltest Du auf eine möglichst geringe Leistung achten – diese wird in Watt angegeben. So verbraucht ein Gerät mit einer Leistung von 1000 W in einer Stunde 1 kWh, während ein Gerät mit einer Leistung von 500 W nur 0,5 kWh verbraucht. Beim Kauf von elektrischen Haushaltsgeräten sollte ebenfalls auf die Leistung geachtet werden. Die Geräte sind mit den Buchstaben A bis G gekennzeichnet, wobei "A" die niedrigste und "G" die höchste Leistungsklasse bedeutet.

• An Orten, an denen über längere Zeit (mehr als zwei Stunden) Licht brennt, sollten Energiesparlampen verwendet werden.

Eine Sparlampe verbraucht nur ein Fünftel des Stroms, den eine Glühlampe benötigt.

Wenn eine Energiesparlampe mit einer Leistung von 20 W (was einer herkömmlichen 100-W-Glühbirne entspricht) 10.000 Stunden in Betrieb ist, können Einsparungen in Höhe von ca. 800 kWh Strom erreicht werden. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass bei häufigem An- und Ausschalten der Energieverbrauch steigt und sich die Lebensdauer der Sparlampe verringert.

• Für die Außenbeleuchtung (zum Beispiel vor der Haustür) sollten Bewegungsmelder benutzt werden, so dass sich die Lampe nur bei Bedarf anschaltet.

• Beim Kochen:

- sollten Kochtöpfe mit guter Wärmeleitung, zum Beispiel aus Edelstahl verwendet werden

- sollte mit wenig Wasser und mit Topfdeckel gekocht werden. Das Kochen ohne Topfdeckel verschlingt drei Mal so viel Energie!

- sollte der Durchmesser des Kochtopfes dem Durchmesser der Kochplatte entsprechen.

• Benutzung von elektrischen Haushaltsgeräten:

- Den Geschirrspüler erst in Betrieb setzen, wenn er voll ist.

- Die Energiesparprogramme der Waschmaschine (entsprechend den Herstellerempfehlungen) nutzen.

- Den Gefrierschrank abtauen sobald er vereist ist, da sonst der Energiekonsum des Gerätes steigt.

- Durch regelmäßiges Entkalken des Wasserkochers oder -kessels können 10 % Energie gespart werden.

- Kühlschränke und ähnliche Geräte sollten nicht in der Nähe des Ofens oder anderer Geräte, mit denen gekocht oder geheizt wird, aufgestellt werden.

• Unterhaltungselektronik. HiFi-Anlagen und Fernsehgeräte sollten vollständig ausgeschaltet und nicht im Standby-Modus belassen werden. Dadurch können bis zu 50 % Energie gespart werden.

• Ladegeräte. Nach dem Aufladen sollten Ladegeräte aus der Steckdose entfernt werden, da sie auch im Leerlauf Strom verbrauchen.

III. CO2-EMISSIONEN VERRINGERN

Für den Menschen ist CO2 ungefährlich – allerdings trägt das Gas zum Treibhauseffekt und damit zur GLOBALEN ERWÄRMUNG bei. Elektrizitätswerke und Automobilindustrie verursachen den größten Anteil an CO2-Emissionen. Dennoch kann auch jeder Einzelne einen Beitrag zu weniger CO2-Emissionen leisten.

 Bäume pflanzen.

Sie reichern die Luft mit Sauerstoff an und verringern dadurch gleichzeitig den CO2-Anteil. Darüber hinaus sorgen Bäume für höhere Luftfeuchtigkeit, wodurch Temperaturschwankungen verringert werden. Sie entziehen dem Boden Feuchtigkeit, wirken als natürliche Barrieren für Staub und andere Verschmutzungen, verringern die Lärmbelästigung und schwächen starken Wind ab, sie bieten Vögeln Zuflucht und spenden Schatten an heißen Tagen.

 Öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad benutzen.

• Wenn wir schon nicht auf unseren Pkw verzichten können, sollten wir zumindest auf eine optimale Motordrehzahl achten – dann wird nur verhältnismäßig wenig CO2 ausgestoßen. Vielleicht denkt der eine oder andere, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein sei. Halten sich jedoch alle Kraftfahrer an diesen Hinweis,  kann der CO2-Ausstoß deutlich verringert werden.

 

 

 

 
 
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