|
PAPIER
17 Bäume müssen zur Herstellung von 1
Tonne Papier gefällt werden. Durch
Altpapiersammeln können Wälder vor dem
Abholzen bewahrt werden. Außerdem
sollten wir:
- Papier beidseitig beschreiben
- Wegwerfprodukte aus Papier meiden
(Papierhandtücher, Pappteller);
stattdessen sollten wir auf Produkte
zurückgreifen, die viele Male benutzt
werden können
- darauf achten, dass wir keine Produkte
mit überflüssigen Umverpackungen kaufen.
Das gilt beispielsweise für Kosmetika,
Zahnpasta etc.
- die Hinweise des Herstellers zur
Recyclingfähigkeit der Verpackung
beachten.
KUNSTSTOFFE (PLASTIK)
Plastik wird aus Erdöl, einem nicht
erneuerbaren natürlichen Rohstoff,
hergestellt. Der biologische Abbau von
Plastik kann mehrere hundert Jahre in
Anspruch nehmen.
• Während der Plastikverbrennung
entstehen hochgefährliche,
krebserregende DIOXINE.
• Durch die Lagerung von Plastik auf
einer Mülldeponie werden Boden und
Wasser mit giftigen Substanzen
verunreinigt.
Durch das getrennte Sammeln von
Kunststoffen wird eine erneute
Verwendung ermöglicht. Darüber hinaus
sollten wir:
- Wegwerfgeschirr und -besteck aus
Plastik meiden
- Produkte in Plastikverpackungen meiden
und stattdessen Produkte in Papier- oder
Glasverpackungen kaufen
- beim Einkaufen unsere eigene
Tragetasche verwenden.
ALUMINIUM
Die Herstellung von Aluminium ist
kostspielig und belastet die Umwelt in
großem Maße. Daher sind das Sammeln und
das Recycling von Dosen besonders
wichtig. Dadurch:
- wird das Wasser weniger verschmutzt
- verringert sich das Abfallaufkommen
auf Mülldeponien
- wird der Ausstoß von giftigen Gasen in
die Atmosphäre verringert
- sparen wir Energie.
KOMPOSTIERUNG
Das Kompostieren wird auch ORGANISCHES
RECYCLING genannt. Es handelt sich um
einen natürlichen Weg, Abfälle
unschädlich zu machen und zu entsorgen.
Organische Substanzen werden von
Mikroorganismen wie beispielsweise
Sauerstoffbakterien zersetzt.
Kompostiert werden können beispielsweise
Herbstlaub, Obst- und Gemüseabfälle etc.
Der dabei entstehende Kompost ist ein
hervorragender Dünger für den eigenen
Garten am Haus.
Ein Jeder kann ohne große Mühe die
organischen Abfälle seines Haushalts
selber kompostieren: die Bioabfälle
kommen auf einen (Kompost-) Haufen, den
man ein bis zwei Jahre ruhen lassen
sollte.
GEFÄHRLICHE ABFÄLLE
Zu den gefährlichen Haushaltsabfällen
zählen leere Batterien oder abgelaufene
Arzneimittel.
Wenn Batterien direkt mit dem Boden in
Kontakt kommen, kann dies zur
Bodenverschmutzung mit Schwermetallen
wie Kadmium, Quecksilber, Blei sowie mit
ätzenden Säuren führen. Eine einzige
kleine Batterie kann mehrere Hundert
Liter Wasser verschmutzen. Deshalb
nehmen manche Fotogeschäfte leere
Batterien an. Abgelaufene Arzneimittel
müssen in der Apotheke abgegeben werden.
II. ENERGIE SPAREN
Ein geringerer Stromverbrauch schlägt
sich in einer niedrigeren Stromrechnung
nieder – und gleichzeitig wird die
Umwelt geschont. Die meisten Verbraucher
können in ihrem Haushalt den
Stromverbrauch problemlos verringern,
ohne dafür auf Komfort verzichten zu
müssen.
• Bei der Anschaffung von Elektrogeräten
solltest Du auf eine möglichst geringe
Leistung achten – diese wird in Watt
angegeben. So verbraucht ein Gerät mit
einer Leistung von 1000 W in einer
Stunde 1 kWh, während ein Gerät mit
einer Leistung von 500 W nur 0,5 kWh
verbraucht. Beim Kauf von elektrischen
Haushaltsgeräten sollte ebenfalls auf
die Leistung geachtet werden. Die Geräte
sind mit den Buchstaben A bis G
gekennzeichnet, wobei "A" die niedrigste
und "G" die höchste Leistungsklasse
bedeutet.
• An Orten, an denen über längere Zeit
(mehr als zwei Stunden) Licht brennt,
sollten Energiesparlampen verwendet
werden.
Eine Sparlampe verbraucht nur ein
Fünftel des Stroms, den eine Glühlampe
benötigt.
Wenn eine Energiesparlampe mit einer
Leistung von 20 W (was einer
herkömmlichen 100-W-Glühbirne
entspricht) 10.000 Stunden in Betrieb
ist, können Einsparungen in Höhe von ca.
800 kWh Strom erreicht werden.
Allerdings sollte nicht vergessen
werden, dass bei häufigem An- und
Ausschalten der Energieverbrauch steigt
und sich die Lebensdauer der Sparlampe
verringert.
• Für die Außenbeleuchtung (zum Beispiel
vor der Haustür) sollten Bewegungsmelder
benutzt werden, so dass sich die Lampe
nur bei Bedarf anschaltet.
• Beim Kochen:
- sollten Kochtöpfe mit guter
Wärmeleitung, zum Beispiel aus Edelstahl
verwendet werden
- sollte mit wenig Wasser und mit
Topfdeckel gekocht werden. Das Kochen
ohne Topfdeckel verschlingt drei Mal so
viel Energie!
- sollte der Durchmesser des Kochtopfes
dem Durchmesser der Kochplatte
entsprechen.
• Benutzung von elektrischen
Haushaltsgeräten:
- Den Geschirrspüler erst in Betrieb
setzen, wenn er voll ist.
- Die Energiesparprogramme der
Waschmaschine (entsprechend den
Herstellerempfehlungen) nutzen.
- Den Gefrierschrank abtauen sobald er
vereist ist, da sonst der Energiekonsum
des Gerätes steigt.
- Durch regelmäßiges Entkalken des
Wasserkochers oder -kessels können 10 %
Energie gespart werden.
- Kühlschränke und ähnliche Geräte
sollten nicht in der Nähe des Ofens oder
anderer Geräte, mit denen gekocht oder
geheizt wird, aufgestellt werden.
• Unterhaltungselektronik. HiFi-Anlagen
und Fernsehgeräte sollten vollständig
ausgeschaltet und nicht im Standby-Modus
belassen werden. Dadurch können bis zu
50 % Energie gespart werden.
• Ladegeräte. Nach dem Aufladen sollten
Ladegeräte aus der Steckdose entfernt
werden, da sie auch im Leerlauf Strom
verbrauchen.
III. CO2-EMISSIONEN VERRINGERN
Für den Menschen ist CO2 ungefährlich –
allerdings trägt das Gas zum
Treibhauseffekt und damit zur GLOBALEN
ERWÄRMUNG bei. Elektrizitätswerke und
Automobilindustrie verursachen den
größten Anteil an CO2-Emissionen.
Dennoch kann auch jeder Einzelne einen
Beitrag zu weniger CO2-Emissionen
leisten.
Bäume pflanzen.
Sie reichern die Luft mit Sauerstoff an
und verringern dadurch gleichzeitig den
CO2-Anteil. Darüber hinaus sorgen Bäume
für höhere Luftfeuchtigkeit, wodurch
Temperaturschwankungen verringert
werden. Sie entziehen dem Boden
Feuchtigkeit, wirken als natürliche
Barrieren für Staub und andere
Verschmutzungen, verringern die
Lärmbelästigung und schwächen starken
Wind ab, sie bieten Vögeln Zuflucht und
spenden Schatten an heißen Tagen.
Öffentliche Verkehrsmittel oder das
Fahrrad benutzen.
• Wenn wir schon nicht auf unseren Pkw
verzichten können, sollten wir zumindest
auf eine optimale Motordrehzahl achten –
dann wird nur verhältnismäßig wenig CO2
ausgestoßen. Vielleicht denkt der eine
oder andere, dass dies nur ein Tropfen
auf den heißen Stein sei. Halten sich
jedoch alle Kraftfahrer an diesen
Hinweis, kann der CO2-Ausstoß deutlich
verringert werden.
|