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Lieblingssportart ist das
Fußballspielen. Fast eine Million
der polnischen Bevölkerung ist Mitglied
in einem Fußballverein.
Im Jahre
2012 werden Polen und die
Ukraine die Fußball-Europameisterschaft
ausrichten, wodurch die polnische
Mannschaft automatisch für die Endrunde
qualifiziert ist. Festgelegte
Austragungsorte der Spiele in Polen sind
Warschau, Danzig, Posen und Breslau.
Bereits im Jahr 1919 wurde der polnische
Fußballverband Polski Związek Piłki
Nożnej (PZPN) gegründet. Seit 1923 ist
er Mitglied der FIFA. Der Erfolg der
polnischen Nationalmannschaft kam jedoch
erst viele Jahre später.
In den 70er und 80er Jahren kam die
Mannschaft zu Ruhm und Ehren, als sie
bei den Fußball-Weltmeisterschaften 1974
in Deutschland und 1982 in Spanien
jeweils den dritten Platz erreichte.
1978 und 1986 schaffte die polnische
Nationalmannschaft den Sprung in die
zweite Hauptrunde. Mithilfe
herausragender Spieler wie zum Beispiel
Grzegorz Lato, Zbigniew Boniek und
Kazimierz Deyna, der als bester
polnischer Fußballspieler aller Zeiten
gilt, erreichte Polen bei den
Olympischen Spielen 1972 Gold und 1976
Silber. 1992 hatte die polnische
Mannschaft bei den Olympischen Spielen
in Barcelona erneut großen Erfolg und
errang die Silbermedaille. Nach zehn
ruhigeren Jahren qualifizierte sich
Polen im Jahr 2002 für die
Weltmeisterschaft, schied aber bereits
in der Vorrunde aus. Zur
Weltmeisterschaft 2006 qualifizierte
sich Polen wiederum, diesmal als einer
der besten Gruppenzweiten, schaffte es
aber als Drittplatzierte Mannschaft nur
bis in die Vorrunde.
Polen wird in der FIFA-Weltrangliste auf
Platz 28 (Stand Juni 2008) geführt und
qualifizierte sich 2008 das erste Mal
für eine Fußball-Europameisterschaft.
Das polnische Ligasystem gibt es seit
1920 und wird - entsprechend angepasst -
auf alle polnischen Nationalsportarten
angewandt. Die höchste polnische Liga
heißt Ekstraklasa und entspricht in
ihrer Stellung der deutschen Bundesliga.
In einer Hin- und einer Rückrunde treten
die polnischen Fußballmannschaften im
Kampf um die Landesmeisterschaft
gegeneinander an.
Platziert wird nach Punkten: Für einen
Sieg erhält eine Mannschaft 3 Punkte,
für ein Unentschieden einen Punkt. Am
Ende der Spielsaison gewinnt die
Mannschaft mit den meisten Punkten die
jährliche polnische Meisterschaft. Nach
dem Kampf um die Meisterschaft in der
Ekstraklasa ist der Polnische
Fußballpokal (Puchar Polski) der
wichtigste Fußballtitel Polens. Alle
Mannschaften innerhalb des Ligasystems
können an diesem Turnier teilnehmen. Bis
auf das Finale wird jede Runde mit einem
einzigen Spiel entschieden. Die meisten
Pokalsiege in dieser Klasse hat die
Mannschaft Legia Warschau mit 13 Siegen
errungen.
Die Gewinner der Meisterschaft in der
Ekstraklasa und die Gewinner des
Polnischen Fußballpokals spielen
anschließend um den Superpokal. Hat eine
Mannschaft beide Titel in einem Jahr
errungen, geht der Superpokal
automatisch an diese Mannschaft. Auch
der professionelle Eishockey-Sport
folgt dem polnischen Ligasystem und ist
in Polen sehr populär. Die Ekstraliga
ist die höchste Spielklasse. Berühmte
polnische Eishockey-Spieler sind zum
Beispiel Damian Adamus, der unter
anderem auch für den EHC Freiburg
spielte oder der deutsch-polnische
Spieler Jacek Piechutta. Die polnische
Nationalmannschaft der Herren hat in der
IIHF-Weltrangliste Rang 21 belegt (Stand
2008) .
Im Bereich des Profi-Handball
spielen in der polnischen Ekstraklasa
der KS Vive Kielce und der Wisla Plock.
Beide Mannschaften gehören zu den
erfolgreichsten Vereinen im polnischen
Handball. In der Spielsaison 2009
qualifizierte sich der KS Vive Kielce
für das Finale im Kampf um die polnische
Meisterschaft, den polnischen Pokal und
den Europapokal der Pokalsieger. Der
Wisla Plock ist außerordentlich
erfolgreich und qualifizierte sich von
2004 bis 2007 dreimal in Folge für die
EHF Champions League, schied aber jedes
Mal in der Vorrunde aus – gewann aber
2007 den Supercup für
Männer-Nationalmannschaften . Bekannte
Nationalspieler des Vereins sind
Zbigniew Kwiatkowski und Rafał Kuptel.
Die Nationalmannschaft der Männer
erkämpfte sich bei den Olympischen
Spielen von 1976 sowie bei den
Weltmeisterschaften von 1982 und 2009
jeweils den 3. Platz. Im Jahr 2007 ist
Polen Vizeweltmeister geworden.
Die polnische
Frauen-National-Handballmannschaft hatte
ihren größten Erfolg mit einem achten
Platz bei der Europa-Meisterschaft 2006.
Zu den größten Erfolgen polnischer
Sportgeschichte gehören sicher auch zwei
Goldmedaillen bei den Europa
Meisterschaften der Volleyball
Damen in den Jahren 2003 und 2005. Bei
der Volleyball- Europameisterschaft
der Damen in Polen im Jahr 2009
belegte die polnische Nationalmannschaft
den dritten Platz. Bronzemedaille
brachte den Polinen ein 3:0 Sieg gegen
Deutschland.
Erfolge der Volleyball
Männer-Nationalmannschaft :
Silbermedaille bei WM 2006, sowie
Goldmedaillen WM 1974 und WM 1976.
Außerdem gelang es der Mannschaft 5 mal
den zweiten Platz ( 1975, 1977, 1979,
1981, 1983 ) und ein mal dritten Platz (
1967 ) bei den Europa Meisterschaften zu
erkämpfen. Im Jahr 2009 gewann polnische
Volleyball Männer-Nationalmannschaft
alle Spiele (im Finale gegen Frankreich
3:1) in der Türkei und ist zum ersten
mal Europa Meister geworden. Bereits 1948 wurden in
Polen die ersten Meisterschaften im
Speedway ausgetragen. Aber erst im
Jahre 2006 wurde die Speedway Ekstraliga
GmbH gegründet, deren Vorläufer die
semi-professionelle Ekstraliga aus dem
Jahr 2000 bildete. Polen ist neben
Australien, Dänemark, Großbritannien und
Schweden eine der führenden Nationen,
die erfolgreiche Fahrer in diesem
gefährlichen Motorradsport stellt. Sechs
Titel errang die polnische Liga beim
Speedway Europa-Cup, dies hat ihr den
Ruf als stärkste Speedway-Liga weltweit
eingebracht. Weltweit bekannt ist das
riesige Speedway-Stadion in der
polnischen Stadt Bydgoszcz. Das
Polonia-Stadion hat Platz für 20.000
Zuschauer und wurde im August 1924
eröffnet. In diesem Stadion wird auch
der Grand Prix von Polen im Speedway
ausgetragen. Polen ist u.a. in den
Jahren 1961, 1965, 1966, 1969, 1996,
2005, 2007 und 2009 Team-Weltmeister im
Speedway geworden. Erfolgreichste
polnische Fahrer heißt z.Z. Tomasz
Gollob. Der bis jetzt einzige
individuelle polnische Weltmeister heißt
Jerzy Szczakiel (Opole). Im Jahr 2009
verteidigt das polnische Speedway
U-21 Team zum fünften mal den
Weltmeistertitel.
Auch in anderen Sportarten hat Polen internationale Erfolge vor
zuweisen und viele berühmte polnische
Sportler hervorgebracht. Außerdem ist es
auch Ausrichter verschiedener
Meisterschaften. Im September 2009
fanden in Polen die
Basketball-Europameisterschaft der
Herren 2009 statt. Austragungsorte waren
unter anderem Danzig, Warschau und Lodz.
Bereits 1963 richtete Polen diese
Meisterschaft aus und errang die
Silbermedaille.
International bekannte
polnische Sportler sind zum Beispiel die
Läuferin Irena Szewinska, die sechs
Weltrekorde aufstellte und die erste
Leichtathletin war, die in drei
verschiedenen Disziplinen gleichzeitig
einen Weltrekord errang.
Polen hat insgesamt bis 2010 – 267
Medaillengewinner in olympischen
Sommerspielen (davon 63 goldene) und 14
Medaillengewinner in olympischen
Winterspielen. Justyna Kowalczyk
(Skilaufläuferin) und Adam Malysz
(Skispringer) gewannen 2010 im Vancouver
insgesamt 5 Medaillen. Zu den erfolgreichsten
polnischen Olympia Sportlern
gehören : Robert Korzeniowski
- 4 Medaillen- davon
4 mal Gold
Irena Szewińska -7 Medaillen - davon 3
mal Gold
Witold Woyda - 4 Medaillen - davon 2 mal
Gold
Renata Mauer -3 Medaillen - davon 2 mal
Gold
Józef Szmidt -2 Medaillen - davon 2 mal
Gold
Waldemar Baszanowski -2 Medaillen -
davon 2 mal Gold
Jerzy Kulej -2 Medalien - davon 2 mal
Gold
Józef Zapędzki -2 Medalien - davon 2 mal
Gold
Waldemar Legień -2 Medaillen - davon 2
mal Gold
Arkadiusz Skrzypaszek -2 Medaillen -
davon 2 mal Gold
Andrzej Wroński -2 Medaillen - davon 2
mal Gold
Robert Sycz -2 Medaillen - davon 2 mal
Gold
Tomasz Kucharski -2 Medaillen - davon 2
mal Gold
Jerzy Pawłowski -5 Medaillen - davon 1
mal Gold
Otylia Jędrzejczak -3 Medaillen - davon
1 mal Gold
Teresa Ciepły -3 Medaillen - davon 1 mal
Gold
Egon Franke -3 Medaillen - davon
1 mal Gold Adam Malysz - 4 Medaillen
- davon 3 mal Silber
Justyna Kowalczyk
- 4 Medaillen - davon 1 mal Gold Bei der
Leichtathletik-WM in Berlin 2009
haben polnische Sportler insgesamt 8
Medaillen gewonnen (2 mal Gold, 4
Silber, 2 Bronze). Anita Wlodarczyk
verbessert den Weltrekord im
Hammerwerfen um 16 Zentimeter auf 77,96
Meter. Polen belegte auch im
Medaillenspiegel der Länder einen sehr
guten 5 Platz. Der berühmte
Schwergewichtsboxer Andrzej Golota
errang 111 Siege in Europa und gewann
Bronze bei den Olympischen Spielen in
Seoul. Zu den bekannten polnischen Profi
Boxern gehören sicher auch :
Der Danziger Boxer Darusz Machalczewski
(deutsche und polnische Nationalität),
dem aufgrund seines Stils das Pseudonym
“Tiger“ verliehen wurde –
Halbschwergewicht Weltmeister.
Przemysław Saleta – in Polen vor allem
als Kickboxer bekannt – später
orientierte er sich zum Box
Schwergewicht und im Jahr 2002 gewann er
den Europa Meisterschaft Titel gegen
Luan Krasniqi.
Tomasz Adamek - Boxweltmeister im
Halbschwer und Cruisergewicht. Adam
Malysz und Robert Kubica sind die
beliebteste polnische Sportler. Der
Skispringer Adam Malysz hat eine
Vielzahl von Siegen vorzuweisen,
darunter der Sieg bei der
Vier-Schanzen-Tournee und die
Goldmedaille beim Skifliegen in Harrahow.
Die Begeisterung, die er bei den Polen
auslöste, erhob das Skispringen fast in
den Stand eines Nationalsportes. Robert
Kubica der im Jahr 2006 sein Formel-1
Debüt gefeiert hat, machte diese
Rennsportart auch in Polen zum den
beliebtesten überhaupt.
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