Seit  über 1.000 Jahren gibt es den polnischen Staat. Seine Blütezeit hatte Polen im 16. Jahrhundert, als es eines der mächtigsten Staaten Europas war. Die lange und wechselhafte Geschichte des Landes ist auch an der Vielzahl der historischen Sehenswürdigkeiten abzulesen, von denen jede eine ganz eigene Geschichte über die Heimat von Kopernikus, Chopin, Marie Curie und Roman Polanski erzählt.

 

 
Polnische Städte im Bild und Film
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Wer sich auf Entdeckungsreise in Polen begibt, sollte keineswegs einen Besuch in Danzig versäumen. Die Hansestadt ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern-Pomorskie und ein geschichtsträchtiger Ort. Die ersten Schüsse im zweiten Weltkrieg wurden hier abgefeuert und hier stand die Wiege der Solidarnosc, die im August 1980 gegründet wurde. Wer Danzig besucht, sieht einen Spiegel der Jahrhunderte, denn Danzigs Geschichte ist so alt wie Polen selbst. Das stete Bestreben der Stadt nach Autonomie und die Stellung als Umschlagplatz für Getreide und Holz führten dazu, dass der Wohlstand der Stadt sich ständig vergrößerte und Danzig zum wichtigen kulturellen, akademischen und wirtschaftlichen Zentrum Polens wurde. Bei einem Bummel durch die Danziger Altstadt kommt man an vielen sehenswerten Gebäuden und Bauwerken entlang, die eigentlich alle eine Besichtigung wert sind. Das Krantor als Wahrzeichen der Stadt, das Grüne Tor, das den Langen Markt von der Mottlau absperrt, das Rechtsstädtische Rathaus, als Mittelpunkt der Rechtstadt oder die Marienkirche, an der mehr als 150 Jahre gebaut wurde und die als größter Backsteindom der Welt für anhaltende Begeisterung sorgt. Daneben gibt es in Danzig eine Vielzahl an weiteren Sakral- und Profanbauten zu besichtigen. Allein mit der Entdeckung Danzigs kann man seinen Urlaub verbringen, ohne eine der weiteren Sehenswürdigkeiten des Landes zu Gesicht bekommen zu haben.

Das gleiche gilt für die Stadt Krakau. In der Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen an der Oberen Weichsel steht die zweitälteste Universität Mitteleuropas, die Jagiellonen-Universität, die 1364 vom polnischen König Kasimir dem Großen gegründet wurde. Bekannte Absolventen sind der spätere Papst Karol Wojtyla und der Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem. Das Bild Krakaus ist durch Bauwerke der Gotik, der Renaissance und des Barock, Jugendstil und Neugotik geprägt und die innere architektonische Struktur blieb seit dem 13. Jahrhundert weitgehend unverändert erhalten. Bekannt ist Krakau auch für sein kulturelles Leben und die Tradition des Kabaretts. Mittelalterliche Dome, barocke Kirchen und Jugendstil-Bauwerke warten nur darauf, besichtigt und bewundert zu werden. Neben dem Schloss Wawel, der ehemaligen Residenz des polnischen Königs, bezaubert auch das jüdische Stadtviertel durch seine ganz besondere Atmosphäre.

Warschau als Hauptstadt und größte Stadt Polens darf in diesem Zusammenhang natürlich nicht vergessen werden. Die erste Bebauung des Stadtgebietes erfolgte im 9. Jahrhundert, seitdem hat sich die ehemalige Siedlung Bródno zur achtgrößten Stadt der EU entwickelt. Die Altstadt mit dem großen dreieckigen Schlossplatz ist UNESCO-Welterbe. In der Mitte des Platzes steht die Singmundssäule, die Westfassade des Königsschlosses begrenzt den Platz im Osten. Der „Palast unter dem Blechdach“, benannt nach seiner Dacheindeckung, der Marktplatz als historischer Mittelpunkt und die Johanneskathedrale sind nur einige der markanten Bauwerke der Warschauer Altstadt. In der Neustadt, die im 14. Jahrhundert vor den Stadtmauern erbaut wurde, finden sich die barocke „Sakramentinnnenkirche des heiligen Kasimir“, der ebenfalls barocke Adelspalast „Palais Sapieha“ und einige sehr sehenswerte Straßenzüge. Der Königsweg und die  Krakauer Vorstadt sind weitere geschichtsträchtige Zeugnisse der Stadt.

Außerhalb der größten Städte des Landes finden sich viele kirchliche und weltliche Gebäude, Baudenkmäler und Stadtanlagen, die Einblick in das Polen von damals und heute gewähren.

Polen ist ein vielseitiges Land und verfügt neben seinen historischen Zeugnissen über landschaftliche Besonderheiten, die zu ihrem Erhalt sorgfältig geschützt werden. In 23 Nationalpark – acht Parks wurden von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt - 122 Naturparks und unzähligen Reservaten werden die Artenvielfalt und die Einzigartigkeit der polnischen Landschaft bewahrt und behutsam gepflegt. Dazu gehört auch, dass einige der geschützten Gebiete nur zeitweise für den Tourismus geöffnet werden, bzw. nur geführte Wanderungen durch die Gebiete möglich sind:

Im Bialowieski Nationalpark in Podlasien befindet sich das letzte europäische Urwaldgebiet. Dieser streng-geschützte Park kann mit einem der Führer erkundet werden.

Der älteste Naturpark in Ermland und Masuren, der Masurische Landschaftspark ist ebenfalls ein streng-geschütztes Gebiet. Im Park wachsen ca. 850 verschiedene botanische Arten, darunter auch die „Königliche Fichte“, in dem naturbelassenen Gebiet leben neben anderen Wildtieren auch Elche und Wölfe.

Der Slowinski Nationalpark an der polnischen Ostseeküste schützt eine in dieser Form einzigartige Wasserdünenlandschaft. Das Gebiet ist UNESCO-Welterbe und wird auch polnische Sahara genannt.

In der Region Pisz, im Südosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren steht auf einer Fläche von 1.000 km² das größte zusammenhängende Waldgebiet Polens. Die Johannisburger Heide hat einen Baumbestand, der zu 80% aus Nadelwald und zu 20% aus Laubwald besteht. Die Seen innerhalb des Gebietes sind Urlaubsziel und Ausgangspunkt für die Erkundung des Parks. Eine Vielzahl von Tierarten, darunter der seltene Seeadler leben in dem streng bewachten Gebiet.

Der Wigierski Nationalpark am östlichsten Ende von Masuren begeistert durch seine unvergleichliche Gewässerlandschaft, die den Wigry-See einrahmen. Viele seltene und vom Aussterben bedrohte Vogelarten leben hier, darunter auch Adler und Schwarzstörche. Durch ein naturbelassenes Netz von Zuflüssen sind die vielen Seen des Parks miteinander verbunden, so dass man mit dem Kanu oder Kajak den Nationalpark vom Wasser aus entdecken kann.

Die größte Insel Polens verleiht dem Nationalparks Wollin seinen Namen verleiht. Der Nordwesten von Wollin, Teile des Stettiner Haffs und der Pommerschen Bucht machen den Nationalpark Wollin zum ersten Meeresnaturpark von Polen. Die abwechslungsreiche Landschaft, über 1.300 Pflanzenarten, urwaldähnliche Buchenwälder und die vielfältige Tierwelt machen den Park zu einem attraktiven Ausflugsziel.

Der Nationalpark Drawa in Mittelostpolen ist Teil des Drawa-Urwaldes und wurde erst 1990 gegründet. Viele unter Artenschutz stehende Pflanzen, die durch die Flüsse Drawa und Plociczna gebildete Flußlandschaft und die vielen seltenen Vogelarten, die im Park leben, machen seine Besonderheit aus.

Die Liste der Naturparks ließe sich noch um einiges verlängern. Ein Besuch und die Entdeckung der noch so artenreichen und lebendigen Natur Polens öffnen den Blick dafür, wie wichtig es ist, die Artenvielfalt in der Natur zu würdigen und zu bewahren.


Besonderes Sehenswürdig :

Danzig/Gdańsk : Altstädtische Krantor, Grünes Tor, Rechtstädtisches Rathaus, Marienkirche, Königliche Kapelle, Großes Zeughaus, Artushof, Neptunbrunnen, Große Mühle, Katharinenkirche.

Elblag : Dom zum Heiligen Nikolaus, Die Siedlung Truso bei Hansdorf am Draussensee, Markttor, Dorotheenkirche.

Gniezno : Alte Marktplatz, Kathedrale, "Museum der Anfänge des polnischen Staates",  "Erzdiözesanmuseum".

Checiny : Rei Höhle.

Chelm : Burgberg mit Resten einer Burg, Das barocke Tor, Barockschloss, Basilika Mariä Geburt.

Inowroclaw : Der Kurpark - Gradierwerk.

Kamien Pomorski : Domkirche, Der Domgarten, Die Camminer Orgel, Die Kirche der Allerheiligsten Jungfrau Maria, Die St. Nikolaus Kirche, Das Rathaus.

Kalisz : Wojciech-Bogusławski-Theater, Franziskanerkirche zum Hl. Stanislaus, Garnisonskirche, Kathedrale zum Heiligen Nikolaus.

Kazimierz Dolny : Pfarrkirche, Kloster aus dem 17. Jahrhundert, Altstadt, Schlossruine aus dem 16. Jahrhundert.

Kolobrzeg : Leuchtturm.

Krakau : Krakauer Dom, Altstadtplatz, Salzbergwerk Wieliczka, Tuchhallen, Marienkirche, Wawel, Kazimierz - jüdisches Viertel.

Lodz : Das Museum für Kinematografie, Textilmuseum, das historische Museum, Das Museum für Archäologie und Ethnografie, Die Residenz Mühle Pfaffendorf, Das Museum des Unabhängigkeitskampfes.

Malbork : Schloss Malbork

Pila : Das Haus von St. Staszic, neogotische Hl. S. Kostka Kirche, Bezirksmuseum, S. Staszic- Museum.

Poznan : Kaiserschloss, Kirche des heiligen Johannes von Jerusalem, Erzbischöfliche Basilika, Basar, Hauptwache, Działyński-Palais, Ehemaliges Jesuitenkollegium.

Slupsk : Schloss der Pommerschen Fürsten, das Rathaus.

Sopot : Molo

Szczecin : Schloss der Pommerschen Herzöge, Der Zentralfriedhof, Das Rathaus von Stettin, Die Jakobikirche, Der Zentralfriedhof.

Torun : Thorner Katherdrale, Thorner Altstadt, Altstadtrathaus, Thorner Planetarium, Schiefe Turm, Kopernikusdenkmal.

Tschenstochau : Kloster Jasna Góra.

Warschau :  Altstadt, Königsschloß (Zamek Krolewski), Marktplatz in der Altstadt (Rynek), das Nationalmuseum - Museum Narodowe, Schloss Wilanów.

Wroclaw : Sand- und Dominsel (Breslauer Dom, Sandkirche, St. Annakirche, St. Ägidienkirche, St. Martinkirche, St. Petrus-und-Paulus-Kirche) , Altstadt, Ehemaliges Königsschloss, Nationalmuseum, Panorama von Racławice.

Zamosc : Festung, Kollegiatskirche, Rathaus.

Zielona Góra : Altstadt, Weinberg mit dem Palmenhaus.

 

 
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