Polen - Ukraine EM 2012
Von der Idee zum Erfolg

Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine fand am 7. Februar 2010 um 12.00 Uhr in Warschau statt - siehe "Tabellen".

"Virtualpolen Arena"

Fußballstadion der deutsch-polnischen Freundschaft.
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Gemeinsame Bewerbung von Polen und der Ukraine.

Die Idee für eine gemeinsame Anmeldung zum Gastgeber der Fußballeuropameisterschaft 2012 entstand schon 2003, den Anstoß dazu gab die Ukraine und schon Ende September 2003 unterschrieb man in Lwow (Lemberg) eine Einigung. Unterstützt wurde die Idee von den damaligen Staatspräsidenten Leonid Kutschma und Aleksander Kwaśniewski.


Am 25 Januar 2005 beschloss die polnische Regierung endgültig die EM 2012 zusammen mit der Ukraine auszutragen. Eine offizielle Anmeldung bei der UEFA folgte einige Tage später, wobei die Ukraine eine ähnliche Anmeldung einreichen musste. In beiden Dokumenten gab es den Vermerk, dass Polen und Ukraine gemeinsam die EM 2012 austragen wollen.
Bei der UEFA gingen bis Februar 2004 insgesamt acht Anmeldungen für die Austragung der EM 2012 ein: gemeinsame Bewerbungen von Kroatien und Ungarn, Polen und Ukraine sowie Einzelbewerbungen von Griechenland, Italien, Rumänien, Russland, Türkei und Aserbaidschan. Von den acht Kandidaten haben sich 5 schon zum zweiten Mal angemeldet. Griechenland, Türkei, Ungarn zusammen mit Russland, sowie Kroatien mit Bosnien Herzegowina hatten schon für die EM 2008 ihre Bewerbungen eingereicht. Die Gastgeber der EM 2008 sind Österreich und Schweiz.

Das Bewerbungsverfahren der UEFA wurde in zwei Etappen gegliedert.
Die erste Etappe des Auswahlverfahrens erforderte das Vorlegen einer Dokumentation jedes Kandidaten bis Juli 2005. Die Bewerbungen von Russland, Aserbaidschan und Rumänien scheiterten schon vorher, so dass dieser Termin nur von 5 Kandidaten bzw. Kandidatenpaaren eingehalten wurde: Polen/Ukraine, Kroatien/Ungarn sowie Griechenland, Italien und die Türkei. Im Mai 2005 wurden von Polen sechs Städte im Land ausgewählt, in denen Fußballspiele der EM 2012 stattfinden sollten: Chorzów, Gdańsk, Kraków, Poznań, Warszawa i Wrocław, und als Ersatz Bydgoszcz und Szczecin.

Am 12 Juli 2005 stellte der PZPN (polnischer Fußballverein) das Logo der Kandidatur Polens und Ukraine vor. Ein Fußball in einem gelb-grünen Kreis. Zwei Fünfecke in den jeweiligen Nationalfarben Polens und der Ukraine – einer weiß-rot, der andere blau-gelb. Darunter der Text: "POLAND UKRAINE candidate for UEFA EM 2012".

Am 8. November 2005 legte die UEFA in einer Abstimmung die Kandidaten für die finale Runde fest. Es waren Polen/Ukraine, Kroatien/Ungarn sowie Italien. Die meisten Stimmen erhielten bei der Auswahl Italien 11 Stimmen, Kroatien/Ungarn 9, Polen/Ukraine 7. Türkei und Griechenland schieden mit 6 bzw 2 Stimmen aus.
Im März 2006 stellten alle drei Kandidaten in Budapest ihre Präsentationen vor. Polen und Ukraine hoben darin besonders den wirtschaftlichen Faktor und den Standort hervor.

Im April meldete Polen bei der UEFA folgende Austragungsstädte als Hauptorte an: Warszawa(Warschau), Poznań(Posen), Gdańsk(Danzig) i Wrocław(Breslau), zusätzlich – Chorzów(Königshütte) i Kraków(Krakau). Ukraine stellte 4 Orte als Hauptaustragungsorte vor : Kyjiw(Kiew), Donezk, Dnipropetrowsk, und Lwiw(Lemberg). Als zusätzliche Stadt wurde Odessa genannt.
Am 31. Mai 2006 gaben die drei Kandidaten ihre Dokumentationen für die zweite Phase des Bewerbungsverfahrens bei der UEFA ab. Diese umfasste zahlreiche prall gefüllte Ordner mit Fotos, Texten, Tabellen und Diagrammen.
Im September gastierten Delegierte der UEFA in Polen und der Ukraine und besuchten Städte welche als Austragungsorte angemeldet wurden.
Im Oktober 2006 verschob die UEFA den Termin für die Wahl des Austragungsortes der EM 2012 vom Dezember 2006 auf April 2007 mit der Begründung, man möchte den Kandidaten mehr Zeit für die Vorbereitungen geben. Der Tag der Entscheidung wurde auf den 18.April 2007 verschoben.

Bei der UEFA-Abstimmung ging die Gemeinschaftsbewerbung Polens und der Ukraine mit acht von zwölf Stimmen als der Gewinner und die beiden Länder somit als Gastgeber der EM 2012 hervor.

Polen Kurzporträt :   (Map)

Republik Polen (polnisch Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa .
Größe:
312 683  Quadratkilometer  =  3% der Fläche Europas.
davon 8.220 Wasser Fläche.
Einwohnerzahl:
ca.38,3 Millionen (7. Rang in Europa und den 25. in der Welt)
Stadteinwohner : etwa 24.335.000
Amtssprache:
polnisch
Telefon-Vorwahl: +48
Kfz-Kennzeichen: PL
Mitgliedschaften: EU, NATO, OECD, OSZE, UNO, WEU
Grenzen : 
2788 km:
im Westen  Deutschland, im Süden an Tschechien und an die Slowakei.
Ihre Nordgrenze bilden die Ostsee (528 km) und Russland, Ost : Weißrussland ,Litauen, Ukraine.
Bevölkerungsdichte: 
123 Personen/Quadratkilometern
Durchschnittsalter :
36 Jahre
Hauptstadt:  
Warschau  1.640.000 Einwohner
Minderheiten :
Litauer, Deutsche, Roma, Tschechen, Slowaken, Juden, Ukrainer.
Die Minderheiten machen in Polen 2-3% der Bevölkerung Polens aus
Größere Städte :
Warschau (1652 Tsd), Łódź (780,8 Tsd), Krakau (746 Tsd), Wrocław (643 Tsd),
Poznań (583 Tsd), Gdańsk (464 Tsd), Szczecin (418 Tsd), Bydgoszcz (384 Tsd),
Katowice (359 Tsd) und Lublin (352 Tsd).
Verkehr :
Schienennetz: 22 560 km
Autobahnen: 665 km - Jahr 2006
Straßennetz: 364 650 km
Binnenschifffahrt: 3812 km Flüssen und Kanälen
Internet :
.pl
Telefonvorwahl :
0048

Ukraine Kurzporträt :  

Die Ukraine (ukrainisch : Україна / Ukrajina )
Unabhängigkeit
erklärt am 24. August 1991
Hauptstadt :
Kiew : 2.455.900 Einwohner
Fläche :
603.700 km²
Einwohnerzahl :
46.710.816
Währung :
1 Hrywnja = 100 Kopeken
Internet :  
.ua
Telefonvorwahl :
00380

Wo wird gespielt :

Die Spiele der EM 2012 werden in vier polnischen und vier ukrainischen Stadien ausgetragen.

Polen :
Warschau
(Warszawa) . 60.000 Zuschauer - Neubau . Eröffnungsspiel .
Pozen
(Poznan) . 46.500 Zuschauer .
Breslau
(Wroclaw) . 50.000 Zuschauer .
Danzig (Gdansk) . 44.000 Zuschauer .
Als Reserve :
Chorzów . 60.000 Zuschauer - Neubau .
Krakau
(Krakow) . 30.000 Zuschauer .

Ukraine :
Kiew - 83.000 Zuschauer . Finale
Donezk -
50.000 Zuschauer .
Lemberg - 36.000 Zuschauer - Neubau .
Dniepropetrowsk - 30.000 Zuschauer - Neubau .
Als Reserve :
Odessa -
34.000 Zuschauer - Neubau .
Donezk - 34.000 Zuschauer - Neubau .

 

Investitionen und geplante Problem Lösungen : (2007)

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Ressorts, Probleme und Hürden die es zu bewältigen gibt und wer sich damit auseinander setzen will und soll.

Nach dem heutigen Stand dauert es einige Monate bis eine Baugenehmigung für ein neues Projekt erlassen wird, also viel zu lange. Das Bauministerium will diese Wartefristen auf ca. 30 Tage verkürzen, außerdem soll die Liste von Gebäuden erweitert werden, für die man keine Genehmigung braucht. Die Vorschläge für die Gesetzesänderungen liegen dem Bauminister schon vor.

Eine wichtige Geldquelle für neue Investitionen welche für die EM 2012 vonnöten sind, ist die EU. EU-Gelder dürfen nicht für den Bau von neuen Stadien verwendet werden, jedoch werden sie ua für Modernisierung und Ausbau der Infrastruktur genutzt: Autobahnen, Bahnlinien, Flughäfen. Das dafür zuständige Ministerium muss erwägen wer wie viel Geld bekommt, und wie das Geld am besten genutzt wird. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission.

Ein wichtiger Punkt den es zu realisieren gilt ist der Bau von neuen – man spricht von mindestens acht – Grenzübergängen innerhalb der EU. Mit diesem Vorhaben beschäftigt sich das Innenministerium. Zusätzlich soll es an den Grenzübergängen zwischen Polen und der Ukraine separate Fahrstreifen nur für Fußballfans, die zwischen den beiden Ländern reisen, geben. Für die Sicherheit in jeder teilnehmenden Stadt sollen sowohl Polizisten aus Polen als auch ihre Kollegen aus dem Ausland für Sicherheit sorgen. Es sollte auch die Möglichkeit bestehen die polnische Notrufnummer in 4 verschiedenen Fremdsprachen erreichen zu können.

Verschärfte Strafen für Ausschreitungen im Stadion sollen Hooligans abschrecken. Das Justizministerium schlägt vor, das Strafalter von 17 auf 15 Jahre herabzusetzen, außerdem soll es sogenannte 24-Stunden-Gerichte geben, von denen man sich eine schnelle Bestrafung und dadurch eine Abschreckung von möglichen Straftätern verspricht.

Das Finanzministerium soll Städte und Gemeinden darin unterstützen Geld für Investitionen aufzubringen. Um neue Investitionen realisieren zu können soll es den Selbstverwaltungen möglich sein sich höher als es bisher vorgesehen war zu verschulden. Sie dürfen ebenfalls Unternehmen z.B. durch Steuererlass entlasten, um neue Projekte und auch kleinere Betriebe zu fördern.
Die Regierung hat vor durch Wettspiele, Lose und Spielautomaten 1 Milliarde Zloty einzunehmen.

Es gibt keine Zeit mehr bestehende Gesetze bezüglich Investitionen in Straßen und Bahnstrecken zu ändern, da eine Änderung bis zu 2 Jahre dauern würde.
Vielmehr müssen die bestehenden Gesetze richtig genutzt werden. Zahlreiche Projekte wie Renovierung von Straßen und Schienen müssen um 4 Jahre beschleunigt werden, da sie nach den heutigen Plänen erst in den Jahren 2013-2015 fertig gestellt würden.
Das Umweltministerium muss sich mit der EU und zahlreichen Ökologen einigen, da sich von 300 Projekten 80 in Schutzgebieten befinden, welche im Bereich des Schutzgebietsystems Natura 2000 liegen.

Das Arbeitsministerium hat die Aufgabe das Problem der Einstellung von Ukrainern, Weißrussen und Russen zu lösen, da es in Polen zunehmend an Arbeitskräften mangelt. Er wird eine Änderung der Vorschriften geben, nach der Einwohner der angrenzenden Staaten für 3 Monate in Polen ohne Arbeitserlaubnis arbeiten dürfen, sofern sie eine Bescheinigung einer polnischen Firma die sie für diese Zeit einstellen würde vorweisen können. Ebenfalls für 3 Monate, allerdings nur in Gruppen dürfen dann auch Bürger anderer Staaten einreisen, z.B. Chinas oder Indiens. Diese dürfen dann nur in bestimmten Ressorts wie Bau oder Landwirtschaft arbeiten.
Zusätzlich sollen die Kosten für eine Arbeitserlaubnis gesenkt werden. (momentan 936zl).
Es ist jedoch nötig polnische Staatsbürger einzustellen die momentan erwerbslos sind. Sie müssen umgeschult und entsprechend qualifiziert werden.

Straßen und Autobahnen :

Autobahn A1
Gdansk – Grudziadz
91 km - fertig bis Ende 2008
Grudziadz – Torun
62 km - Bau 2008 - 2010
Torun – Stryków
144 km - fertig bis Ende 2010
Stryków – Pyrzowice
180 km - fertig bis Ende 2010
Pyrzowice – Sosnica
43 km - fertig bis Ende 2010
Sosnica – Belk
15 km
Belk – Świerklany - Swierklany – Gorzyczki

Autobahn A2
Swiecko – Nowy Tomysl
107 km - fertig bis Ende 2010
Nowy Tomysl – Stryków
255 km - diese Strecke existiert schon .
Stryków – Stryków
3 km - Bau Beginn 2007
Stryków – Warszawa
94 km - fertig bis Ende 2010

Autobahn A4
Zgorzelec – Krzyzowa
50 km - Bau Beginn noch unbekannt
Krzyzowa – Kraków
(375 km)
diese Strecke existiert schon .
Kraków – Szarów
20 km - Bau Beginn noch unbekannt .
Szarów – Tarnów
56 km - Bau Beginn noch unbekannt
Tarnów – Rzeszów
78 km - Bau Beginn geplant 2009
Rzeszów – Przeworsk
30 km fertig bis Ende 2012
Przeworsk – Korczowa
56 km fertig bis Ende 2012

Autobahn A8
Wroclaw - 56 km - Bau Beginn noch unbekannt

Stadien die in Polen gebaut werden :

Name des Objekts : Stadion Narodowy w Warszawie
Ort :
Warszawa /Polen/
Kosten :
etwa 180 Mln. EU
Plätze :
60 000
Fertig bis :
2009
Spiele EM 2012 : Eröffnungsspiel , Gruppenspiele , Viertelfinale , Halbfinale .
Link zum Foto ...

Name des Objekts : Arena Bałtycka
Ort :
Gdansk
Kosten :
etwa 175 bis 240 Mln. EU
Plätze :
44 000
Fertig bis :
2010
Spiele EM 2012 : Gruppenspiele , Viertelfinale .
Link zum Foto ...

Name des Objekts : Stadion Lecha
Ort :
Poznan
Kosten :
57 Mln. EU
Plätze :
46500
Fertig bis :
2010
Spiele EM 2012 : Gruppenspiele .
Link zum Foto ...

Name des Objekts : Stadion na Maślicach
Ort :
Wroclaw
Kosten :
103 Mln. EU
Plätze :
50 000
Fertig bis :
2010
Spiele EM 2012 : Gruppenspiele .
Link zum Foto ...

 

 
 

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