Gemeinsame Bewerbung von
Polen und der Ukraine.
Die Idee für eine
gemeinsame Anmeldung zum Gastgeber der
Fußballeuropameisterschaft 2012 entstand schon
2003, den Anstoß dazu gab die Ukraine und schon
Ende September 2003 unterschrieb man in Lwow
(Lemberg) eine Einigung. Unterstützt wurde die Idee
von den damaligen Staatspräsidenten Leonid
Kutschma und Aleksander Kwaśniewski.
Am 25 Januar 2005 beschloss die polnische
Regierung endgültig die EM 2012 zusammen mit der
Ukraine auszutragen. Eine offizielle Anmeldung bei
der UEFA folgte einige Tage später, wobei die
Ukraine eine ähnliche Anmeldung einreichen musste.
In beiden Dokumenten gab es den Vermerk, dass Polen
und Ukraine gemeinsam die EM 2012 austragen wollen.
Bei der UEFA gingen bis Februar 2004 insgesamt acht
Anmeldungen für die Austragung der EM 2012 ein:
gemeinsame Bewerbungen von Kroatien und Ungarn,
Polen und Ukraine sowie Einzelbewerbungen von
Griechenland, Italien, Rumänien, Russland, Türkei
und Aserbaidschan. Von den acht Kandidaten haben
sich 5 schon zum zweiten Mal angemeldet.
Griechenland, Türkei, Ungarn zusammen mit Russland,
sowie Kroatien mit Bosnien Herzegowina hatten schon
für die EM 2008 ihre Bewerbungen eingereicht. Die
Gastgeber der EM 2008 sind Österreich und Schweiz.
Das Bewerbungsverfahren der UEFA wurde in
zwei Etappen gegliedert.
Die erste Etappe des Auswahlverfahrens erforderte
das Vorlegen einer Dokumentation jedes Kandidaten
bis Juli 2005. Die Bewerbungen von Russland,
Aserbaidschan und Rumänien scheiterten schon vorher,
so dass dieser Termin nur von 5 Kandidaten bzw.
Kandidatenpaaren eingehalten wurde: Polen/Ukraine,
Kroatien/Ungarn sowie Griechenland, Italien und die
Türkei. Im Mai 2005 wurden von Polen sechs Städte im
Land ausgewählt, in denen Fußballspiele der EM 2012
stattfinden sollten: Chorzów, Gdańsk, Kraków, Poznań,
Warszawa i Wrocław, und als Ersatz Bydgoszcz und
Szczecin.
Am 12 Juli 2005 stellte
der PZPN (polnischer Fußballverein) das Logo der
Kandidatur Polens und Ukraine vor. Ein Fußball in
einem gelb-grünen Kreis. Zwei Fünfecke in den
jeweiligen Nationalfarben Polens und der Ukraine –
einer weiß-rot, der andere blau-gelb. Darunter der
Text: "POLAND UKRAINE candidate for UEFA EM 2012".
Am 8. November 2005 legte die UEFA in einer
Abstimmung die Kandidaten für die finale Runde fest.
Es waren Polen/Ukraine, Kroatien/Ungarn sowie
Italien. Die meisten Stimmen erhielten bei der
Auswahl Italien 11 Stimmen, Kroatien/Ungarn
9, Polen/Ukraine 7. Türkei und Griechenland schieden
mit 6 bzw 2 Stimmen aus.
Im März 2006 stellten alle drei Kandidaten in
Budapest ihre Präsentationen vor. Polen und Ukraine
hoben darin besonders den wirtschaftlichen Faktor
und den Standort hervor.
Im April meldete Polen
bei der UEFA folgende Austragungsstädte als
Hauptorte an: Warszawa(Warschau), Poznań(Posen),
Gdańsk(Danzig) i Wrocław(Breslau), zusätzlich –
Chorzów(Königshütte) i Kraków(Krakau). Ukraine
stellte 4 Orte als Hauptaustragungsorte vor :
Kyjiw(Kiew), Donezk, Dnipropetrowsk, und
Lwiw(Lemberg). Als zusätzliche Stadt wurde Odessa
genannt.
Am 31. Mai 2006 gaben die drei Kandidaten ihre
Dokumentationen für die zweite Phase des
Bewerbungsverfahrens bei der UEFA ab. Diese umfasste
zahlreiche prall gefüllte Ordner mit Fotos, Texten,
Tabellen und Diagrammen.
Im September gastierten Delegierte der UEFA in
Polen und der Ukraine und besuchten Städte
welche als Austragungsorte angemeldet wurden.
Im Oktober 2006 verschob die UEFA den Termin
für die Wahl des Austragungsortes der EM 2012 vom
Dezember 2006 auf April 2007 mit der Begründung, man
möchte den Kandidaten mehr Zeit für die
Vorbereitungen geben. Der Tag der Entscheidung wurde
auf den 18.April 2007 verschoben.
Bei der UEFA-Abstimmung ging die
Gemeinschaftsbewerbung Polens und der Ukraine mit
acht von zwölf Stimmen als der Gewinner und die
beiden Länder somit als Gastgeber der EM 2012
hervor.
Polen Kurzporträt :
(Map)
Republik Polen (polnisch
Rzeczpospolita Polska)
ist ein Staat
in
Mitteleuropa .
Größe:
312 683
Quadratkilometer = 3% der Fläche Europas.
davon 8.220 Wasser Fläche.
Einwohnerzahl:
ca.38,3 Millionen (7. Rang in Europa und den 25. in
der Welt)
Stadteinwohner : etwa 24.335.000
Amtssprache:
polnisch
Telefon-Vorwahl: +48
Kfz-Kennzeichen: PL
Mitgliedschaften: EU, NATO, OECD, OSZE, UNO, WEU
Grenzen :
2788 km:
im Westen Deutschland, im Süden an Tschechien und
an die Slowakei.
Ihre Nordgrenze bilden die Ostsee (528 km) und
Russland, Ost : Weißrussland ,Litauen, Ukraine.
Bevölkerungsdichte:
123
Personen/Quadratkilometern
Durchschnittsalter :
36 Jahre
Hauptstadt:
Warschau 1.640.000 Einwohner
Minderheiten :
Litauer, Deutsche, Roma, Tschechen, Slowaken, Juden,
Ukrainer.
Die Minderheiten machen in Polen 2-3% der
Bevölkerung Polens aus
Größere Städte :
Warschau (1652 Tsd), Łódź (780,8 Tsd), Krakau (746
Tsd), Wrocław (643 Tsd),
Poznań (583 Tsd), Gdańsk (464 Tsd), Szczecin (418
Tsd), Bydgoszcz (384 Tsd),
Katowice (359 Tsd) und Lublin (352 Tsd).
Verkehr :
Schienennetz: 22 560 km
Autobahnen: 665 km - Jahr 2006
Straßennetz: 364 650 km
Binnenschifffahrt: 3812 km Flüssen und Kanälen
Internet
:
.pl
Telefonvorwahl :
0048
Ukraine Kurzporträt :
Die Ukraine (ukrainisch
:
Україна
/ Ukrajina )
Unabhängigkeit
erklärt am 24. August 1991
Hauptstadt :
Kiew :
2.455.900
Einwohner
Fläche :
603.700 km²
Einwohnerzahl :
46.710.816
Währung :
1 Hrywnja = 100 Kopeken
Internet :
.ua
Telefonvorwahl :
00380
Wo wird gespielt :
Die Spiele der EM 2012
werden in vier polnischen und vier ukrainischen
Stadien ausgetragen.
Polen :
Warschau
(Warszawa) . 60.000
Zuschauer - Neubau .
Eröffnungsspiel
.
Pozen (Poznan) . 46.500 Zuschauer
.
Breslau (Wroclaw) . 50.000 Zuschauer .
Danzig (Gdansk) . 44.000 Zuschauer .
Als Reserve :
Chorzów . 60.000 Zuschauer - Neubau .
Krakau (Krakow) . 30.000 Zuschauer .
Ukraine :
Kiew -
83.000 Zuschauer .
Finale
Donezk - 50.000 Zuschauer .
Lemberg -
36.000 Zuschauer - Neubau
.
Dniepropetrowsk
- 30.000 Zuschauer - Neubau .
Als Reserve :
Odessa - 34.000 Zuschauer - Neubau .
Donezk -
34.000 Zuschauer - Neubau
.
Investitionen und geplante Problem Lösungen : (2007)
Hier eine Übersicht über die verschiedenen
Ressorts, Probleme und Hürden die es zu bewältigen
gibt und wer sich damit auseinander setzen will und
soll.
Nach dem heutigen Stand
dauert es einige Monate bis eine Baugenehmigung
für ein neues Projekt erlassen wird, also viel zu
lange. Das Bauministerium will diese
Wartefristen auf ca. 30 Tage verkürzen,
außerdem soll die Liste von Gebäuden erweitert
werden, für die man keine Genehmigung braucht. Die
Vorschläge für die Gesetzesänderungen liegen dem
Bauminister schon vor.
Eine wichtige Geldquelle
für neue Investitionen welche für die EM 2012
vonnöten sind, ist die EU. EU-Gelder dürfen nicht
für den Bau von neuen Stadien verwendet
werden, jedoch werden sie ua für Modernisierung und
Ausbau der Infrastruktur genutzt: Autobahnen,
Bahnlinien, Flughäfen. Das dafür zuständige
Ministerium muss erwägen wer wie viel Geld bekommt,
und wie das Geld am besten genutzt wird. Dies
geschieht in Zusammenarbeit mit der Europäischen
Kommission.
Ein wichtiger Punkt
den es zu realisieren gilt ist der Bau von neuen –
man spricht von mindestens acht – Grenzübergängen
innerhalb der EU. Mit diesem Vorhaben beschäftigt
sich das Innenministerium. Zusätzlich soll es
an den Grenzübergängen zwischen Polen und der
Ukraine separate Fahrstreifen nur für
Fußballfans, die zwischen den beiden Ländern reisen,
geben. Für die Sicherheit in jeder
teilnehmenden Stadt sollen sowohl Polizisten aus
Polen als auch ihre Kollegen aus dem Ausland für
Sicherheit sorgen. Es sollte auch die Möglichkeit
bestehen die polnische Notrufnummer in 4
verschiedenen Fremdsprachen erreichen zu können.
Verschärfte Strafen
für Ausschreitungen im Stadion sollen Hooligans
abschrecken. Das Justizministerium schlägt vor, das
Strafalter von 17 auf 15 Jahre herabzusetzen,
außerdem soll es sogenannte 24-Stunden-Gerichte
geben, von denen man sich eine schnelle Bestrafung
und dadurch eine Abschreckung von möglichen
Straftätern verspricht.
Das Finanzministerium
soll Städte und Gemeinden darin unterstützen Geld
für Investitionen aufzubringen. Um neue
Investitionen realisieren zu können soll es den
Selbstverwaltungen möglich sein sich höher als es
bisher vorgesehen war zu verschulden. Sie dürfen
ebenfalls Unternehmen z.B. durch Steuererlass
entlasten, um neue Projekte und auch kleinere
Betriebe zu fördern.
Die Regierung hat vor durch Wettspiele, Lose und
Spielautomaten 1 Milliarde Zloty einzunehmen.
Es gibt keine Zeit mehr
bestehende Gesetze bezüglich Investitionen in
Straßen und Bahnstrecken zu ändern, da eine
Änderung bis zu 2 Jahre dauern würde.
Vielmehr müssen die bestehenden Gesetze richtig
genutzt werden. Zahlreiche Projekte wie
Renovierung von Straßen und Schienen müssen
um 4 Jahre beschleunigt werden, da sie nach den
heutigen Plänen erst in den Jahren 2013-2015 fertig
gestellt würden.
Das Umweltministerium muss sich mit der EU
und zahlreichen Ökologen einigen, da sich von 300
Projekten 80 in Schutzgebieten befinden, welche
im Bereich des Schutzgebietsystems Natura
2000 liegen.
Das Arbeitsministerium
hat die Aufgabe das Problem der Einstellung von
Ukrainern, Weißrussen und Russen zu lösen, da es
in Polen zunehmend an Arbeitskräften mangelt.
Er wird eine Änderung der Vorschriften geben, nach
der Einwohner der angrenzenden Staaten für 3 Monate
in Polen ohne Arbeitserlaubnis arbeiten
dürfen, sofern sie eine Bescheinigung einer
polnischen Firma die sie für diese Zeit einstellen
würde vorweisen können. Ebenfalls für 3 Monate,
allerdings nur in Gruppen dürfen dann auch Bürger
anderer Staaten einreisen, z.B. Chinas oder Indiens.
Diese dürfen dann nur in bestimmten Ressorts wie
Bau oder Landwirtschaft arbeiten.
Zusätzlich sollen die Kosten für eine
Arbeitserlaubnis gesenkt werden. (momentan
936zl).
Es ist jedoch nötig polnische Staatsbürger
einzustellen die momentan erwerbslos sind. Sie
müssen umgeschult und entsprechend qualifiziert
werden.
Straßen und Autobahnen :
Autobahn A1
Gdansk – Grudziadz
91 km - fertig bis Ende 2008
Grudziadz – Torun
62 km - Bau 2008 - 2010
Torun – Stryków
144 km - fertig bis Ende 2010
Stryków – Pyrzowice
180 km - fertig bis Ende 2010
Pyrzowice – Sosnica
43 km - fertig bis Ende 2010
Sosnica – Belk
15 km
Belk – Świerklany - Swierklany
– Gorzyczki
Autobahn A2
Swiecko – Nowy Tomysl
107 km - fertig bis Ende 2010
Nowy Tomysl – Stryków
255 km - diese Strecke existiert schon .
Stryków – Stryków
3 km - Bau Beginn 2007
Stryków – Warszawa
94 km - fertig bis Ende 2010
Autobahn A4
Zgorzelec – Krzyzowa
50 km - Bau Beginn noch unbekannt
Krzyzowa – Kraków
(375 km)
diese Strecke existiert schon
.
Kraków – Szarów
20 km - Bau Beginn noch unbekannt .
Szarów – Tarnów
56 km - Bau Beginn noch unbekannt
Tarnów – Rzeszów
78 km - Bau Beginn geplant 2009
Rzeszów – Przeworsk
30 km fertig bis Ende 2012
Przeworsk – Korczowa
56 km fertig bis Ende 2012
Autobahn A8
Wroclaw
- 56 km - Bau Beginn noch unbekannt
Stadien die in Polen
gebaut werden :
Name des Objekts :
Stadion Narodowy w
Warszawie
Ort : Warszawa
/Polen/
Kosten : etwa 180
Mln. EU
Plätze : 60 000
Fertig bis : 2009
Spiele EM 2012 :
Eröffnungsspiel ,
Gruppenspiele , Viertelfinale , Halbfinale .
Link zum Foto ...
Name des Objekts :
Arena Bałtycka
Ort : Gdansk
Kosten : etwa 175
bis 240 Mln. EU
Plätze : 44 000
Fertig bis : 2010
Spiele EM 2012 :
Gruppenspiele ,
Viertelfinale .
Link zum Foto ...
Name des Objekts :
Stadion Lecha
Ort : Poznan
Kosten : 57 Mln. EU
Plätze : 46500
Fertig bis : 2010
Spiele EM 2012 :
Gruppenspiele .
Link zum Foto ...
Name des Objekts :
Stadion na Maślicach
Ort : Wroclaw
Kosten : 103 Mln.
EU
Plätze : 50 000
Fertig bis : 2010
Spiele EM 2012 :
Gruppenspiele .
Link zum Foto ...
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