Polens Weg in die EU

 

 

Am 19. September 1989 wurde in Warschau das "Abkommen über die handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit" zwischen Polen und der EWG unterzeichnet. Am 25. Mai 1990 hat Polen in Brüssel einen Antrag für die Aufnahme von Verhandlungen über den Abschluss eines Assoziierungsabkommens zwischen der Republik Polen und der Europäischen Gemeinschaften gestellt. Die Unterzeichnung des Vertrags fand am 16. Dezember 1991 statt.
Seit 1992 regelte das Interim-Abkommen, die Liberalisierung der Handelsbeziehungen zwischen Polen und den Mitgliedstaaten.

 

 

   

 Polen übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

Am 21. - 22. Juni 1993 während des Gipfels in Kopenhagen sind politische und wirtschaftliche Kriterien für den Beitritt der Mitteleuropäischen Länder in die EU - die so genannten „Kriterien von Kopenhagen“ - festgelegt worden. Die wichtigste davon war die Bedingung, dass die Länder die für den Beitritt zur Europäischen Union kandidieren demokratischer werden und die Prinzipien der Marktwirtschaft befolgen. Darüber hinaus müssen die Beitrittsländer schrittweise EU Recht annehmen.

Am 8. April 1994 stellt Polen den Antrag auf die Mitgliedschaft in der Europäischen Union.

Am 16. Juli 1997 hat die Europäische Kommission im Europäischen Parlament eine positive Stellungnahme zu dem polnischen Antrag auf Mitgliedschaft ausgesprochen.

Auf dem Gipfel in Luxemburg beschloss die EU, ab März 1998 die Beitrittsverhandlungen mit sechs beitrittswilligen Ländern aufzunehmen: Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Estland, Slowenien, Zypern. Im Laufe der Zeit, erhöhte sich die Zahl dieser Länder um Lettland, Litauen, die Slowakei, Malta, Bulgarien und Rumänien.

Am 28. Januar 1997, beschloss die polnische Regierung die „Nationale Strategie für die Integration mit der EU“

Im August 1998 verabschiedete der polnische Sejm ein Gesetz zur Entstehung eines Ausschusses für europäische Integration. Aufgabe des Ausschusses war die Koordinierung der Politik im Zusammenhang mit der polnischen Integration in die Europäische Union und Koordinierung der Aktivitäten der staatlichen Verwaltung bei der Verwendung von ausländischer Hilfe.

Die Beitrittsverhandlungen wurden im Dezember 2002 abgeschlossen.
Am 13. Dezember 2002 beschloss der Europäische Rat in Kopenhagen, die Gemeinschaft um zehn Länder, darunter Polen auszuweiten. Der Vertrag über den Beitritt unterzeichnete Polen in Athen am 16. April 2003.

Das Beitritts Referendum fand in Polen am 14. Mai 2003 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 59 Prozent. Für den Beitritt in die EU stimmten 77 Prozent der Beteiligten und 23 Prozent waren dagegen.

Seit dem 1. Mai 2004, ist Polen ein Vollmitglied der Europäischen Union.

Am 14.06.2009 ist der ehemalige polnische Regierungschef Jerzy Buzek zum Präsidenten des Europaparlaments gewählt worden.
Buzek erhielt schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit -  555 von 644 abgegebenen Stimmen.

In den Jahren 2007 bis 2013 stehen Polen insgesamt 67,3 Mrd. Euro aus der EU Kasse zu Verfügung.

Darüber hinaus - im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik - wird die EU in dieser Zeit fast 14 Milliarden Euro für die Entwicklung des ländlichen Raums und die Unterstützung der Agrar- und Ernährungswirtschaft an Polen vergeben.

Die von der EU Gemeinschaft an Polen ausbezahlte Unterstützungen vor 2004 lässt sich in zwei Arten teilen:

1) Ein nicht-rückzahlbarer Zuschuss im Rahmen des PHARE-Programms auf der Grundlage eines Beschlusses vom 18. Dezember 1989 und Vereinbarung vom 31. Mai 1990 .

2) Die Darlehen der Europäischen Investitionsbank.

Im Rahmen des PHARE Programms in den Jahren 1990-2003 erhielt Polen ein Gesamtbetrag in Höhe von 3,916 Milliarden Euro.

Polens Beitrag für EU-Haushalt 2008 wird auf über 3 Milliarden Euro geschätzt.

Die Europäische Union :

Die Europäische Union (offizielle Abkürzung in Polen: UE) – entstand in der heutigen Form am 1 November 1993 durch den Vertrag von Maastricht und ist ein Bündnis der wirtschaftlichen und politischen Union der demokratischen europäischen Ländern (siebenundzwanzig seit dem 1. Januar 2007).

 

Vor diesem Datum existierte die EU als:

EWG 6: bis 1972
und
EG 12: bis 1994
später entwickelt sich die EU zu:
EU 15: bis April 2004
EU 25: bis 2006
EU 27: seit 2007

Die EU hat 30%-gen Anteil am Welt- BIP
Bevölkerung: 482,8 Mio.
Fläche: 4.326.337 km ²
 
   
Die Grundlage für das Funktionieren der EU ist der Vertrag über EU, Vertrag von Nizza aus dem Jahr 2001, unter Berücksichtigung der Beitrittsverträge von 2003 und 2006 und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomenergiegemeinschaft.

Die grundlegenden Ziele der EU sind:

- Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts durch die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Beseitigung der Hemmnisse für den Handel zwischen den Mitgliedstaaten.

- Stärkung der Union als ein politisches Organ mit einer Stimme und gemeinsame Außenpolitik.

- EU bemüht sich durch die Gleichheit der rechtlichen Normen und volle Bewegungsfreiheit der Menschen innerhalb der Union,
das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft den Bürgern zu übermitteln.

- Aufbau eines Raums der Freiheit, der Sicherheit und gerechter Behandlung, für die EU Bürger durch die Einführung gemeinsamen Standards der rechtlichen und sozialen Normen sowie stetige Verbesserung des Lebensstandards der ärmeren Länder.

Politische Hauptorgane der EU:

Exekutive: Europäische Kommission
Legislative: Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament
Judikative: ein Europäischer Gerichtshof



Die Mitglieder der EU :

1. Belgien 2. Bulgarien 3. Dänemark 4. Deutschland 5. Estland
6. Finnland 7. Frankreich 8. Griechenland 9. Irland 10. Italien 11. Lettland 12. Litauen 13. Luxemburg 14. Malta 15. Niederlande 16. Österreich 17. Polen 18. Portugal 19. Rumänien 20. Schweden 21. Slowakei22. Slowenien 23. Spanien 24. Tschechien 25. Ungarn 26. Vereinigtes Königreich 27. Zypern 28. Kroatien

Beitrittsverfahren :
R. Mazedonien, Türkei.

 

 
 
 
 

 

 

 

 

   

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