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Mit der Christianisierung Polens
im Jahr 966 wurde es für Herzog
Mieszko möglich, offizielle Beziehungen
mit dem deutschen Kaiser aufzunehmen.
Polen schloss sich dem bereits
christianisierten Tschechien an und ließ
sich – wahrscheinlich in der Stadt
Regensburg – von der
römisch-katholischen Kirche taufen und
heiratete die Dubrawka, eine böhmische
Herzogstochter. Das Bündnis mit
Tschechien bewahrte Mieszko die
Unabhängigkeit von der deutschen Kirche
und ebenso vom Papsttum. Allerdings
hatte trotz dieser Tatsache auch der
Deutsche Klerus einen nicht
unerheblichen Eindruck auf die
Christianisierung Polens.
Ein Jahr vor seinem Tod stellte Mieszko
sein Land unter den Schutz des Papstes.
Nach seinem Tod im Jahr 992 wurde er in
der Kathedrale von Posen beigesetzt.
Vorher teilte
Mieszko
I
jedoch sein Reich unter seinen Söhnen
auf. Allerdings eroberte sich Boleslaw -
Nachkomme aus der Ehe mit Dubrawka von
seinen Halbbrüdern den kompletten
Anspruch auf Polen und stellte dadurch
die Reichseinheit wieder her. "Boleslaw
der Tapfere" führte die politische
Richtung seine Vaters weiter und pflegte
sehr gute Beziehungen zum Kaiser, Otto
III. Gemaß der 991 in Quedlinburg
getroffenen Absprache unterstütze er
Otto III im Kampf gegen die Elbslawen.
Im Jahr 1000 unternahm der
deutsche Kaiser eine Pilgerfahrt zum
Grab des heiligen Wojciech (Adalbert von
Prag) in Gnesen. Dort hat er bei dem
bekannten "Akt zu Gnesen" Boleslaw zum
König gemacht. Allerdings ist die
Rechtskraft dieser Tat geschichtlich
umstritten, vor allem auch deshalb, weil
Boleslaw sich im Jahr 1025 mit der
Unterstützung des Papstes erneut krönen
ließ. Mit dem Tod Ottos III. im Jahr
1002 verlor Boleslaw einen Freund und
Bündnispartner und die Beziehungen
zwischen den Ländern verschlechterten
sich sich drastisch.
Nun folgte die Ära der Piasten,
einer polnischen Herrscherdynastie, die
in Polen vom 9. bis zum 17. Jahrhundert
präsent war. Die Deutsch-Polnischen
Beziehungen wurden ziemlich turbulent.
Der Nachfolger Ottos III war Heinrich
der II. Dieser unterstützte die
Absprachen zwischen Boleslaw und Otto
III nur widerwillig und durch die engen
Verbindungen mit Böhmen, die durch
diesen Machtwechsel entstanden,
verschlechterten sich die Beziehungen
zwischen Polen und dem Heiligen
Römischen Reich. Waren die Beziehungen
zwischen Deutschland und Polen zunächst
noch freundschaftlichm mündete die
Abkehr Boleslaws in einem mehrjährigen
Deutsch-Polnischen Krieg, der von 1002
bis 1018 anhielt.
Eine wichtige Rolle in
deutsch-polnischen Beziehungen spielte
Preußen.
Im 12 Jahrhundert holte Herzog
Konrad von Masowien den Deutschen Orden
der Jungfrau Maria von Ungarn aus nach
Polen, um sich besser vor den damals
noch nicht christianisierten Preußen
schützen zu können. Gut organisierte
Kreuzritter eroberten, christianisierten
und besetzten Preußen bis ins Jahr 1283.
Theoretisch müssten diese Ländereien dem
Herzog Konrad angehören – der Orden
schaffte es jedoch, die eroberten
Gebiete zu halten und dort einen starken
Staat zu etablieren.
Im 14. Jahrhundert herrschte König
Władysław I. Łokietek- der als Erneuerer
des Polnischen Staates gilt – über das
Land. 1308 kam es zu einem Konflikt mit
Brandenburg, das Danzig erobern wollte.
Hilfe fand Lokietek beim Deutschen
Orden, den er wiederholt um Hilfe bat.
Kreuzritter eroberten Danzig , behilten
aber Pommern und Konflikte mit Polen
zogen sich über mehrere Jahre hinaus. Im
Jahr 1320 wurde Lokietek vom Papst in
Krakau zum König Polens gekrönt. Er
starb im März 1333.
Erst im Jahr 1343 unter herschafft von
Kazimierz Wielki kam es zum Kalisz
Frieden zwischen Orden und Polen. Beide
Seiten akzeptierten Zugehörigkeit
Pomerellens und des Kulmer Landes zum
Orden sowie Kujawien und Dobrin zu
Polen. Konflikte zwischen dem Orden und
Polen werden trotzdem im laufe der Zeit
immer schärfer.
1385 kam es zur ersten polnisch –
litauschen Personal-Union, die als
"Union von Krewo" bekannt ist und eine
bedeutende Wende brachte. Sie enthielt
unter anderem die Abtretung der
südlichen Gebiete Litauens an die
polnische Krone.
Im Jahr 1409 kam es erneut zum
Krieg zwischen Polen und den
Kreuzrittern. Das Verhältnis hatte sich
in den vorausgegangenen Jahren durch
territoriale Unstimmigkeiten
verschlechtert. Der Krieg, der mit der
legendären Schlacht von Grunwald in die
Geschichte einging dauerte von 1409 bis
1411.
Die Schlacht von Grunwald fand am
15.07.1410 statt und wurde nach langen
und blutigen Kämpfen von der
polnisch-litauischen Koaliton gewonnen.
Damals gehörte sie zu einer der
wichtigsten und größten Schlachten des
Mittelalters. Am 01.02.1411 endete
dieser Krieg, der allerdings nicht der
letzte war, dank "Ersten Freiden von
Thorn". Bis zum "Zweiten Frieden von
Thorn", der am 19. Oktover 1466
geschlossen wurde, folgten weitere
Kriege. Folge dieses Friedens war die
Aufteilung Preußens. Der Westen, unter
anderem mit den Gebieten Ermland,
Pomerellen und Kulmerland sowie die
Hansestädte Danzig, Elbing und Thorn
wurden zu Polnisch-Preußen. Ostpreußen
blieb als polnisches Lehen weiter in der
Hand des Deutschen Ordens.
Nachdem Kaiser Maximilian I den
Deutschen Orden in Preußen nicht weiter
unterstützte, schloss im Jahre 1525 der
damalige Großmeister Albrecht Frieden
mit Polen. Am 9.April 1525 hat der
Herzog Albrecht von Brandenburg in
Krakau dem polnischen König Zygmunt I.
Stary, die Treue geschworen -
„Preußische Eid“. Aus dem Ordensstaat
wurde das Herzogtum Preußen, Albrecht
führte die Reformation ein. Die
Herzogswürde, die sich Albrecht erteilen
ließ, wurde von der polnischen
Lehnenshoheit anerkannt.. Polen vermied
eine Einmischung in die deutschen
Religionskriege und König Sigismund I.
erlaubte dem polnischen Lehen Preußen
1526 den Wechsel zum Protestantismus.
Großmeister des Deutschen Ordens
entschoss sich die neue lutherische
Lehre anzunehmen. Da in Polen damals
eine, in Europa beispielslose Toleranz
gegenüber anderen Religionen herrschte,
fand die neue Lutherische Lehre in
Danzig sowie in den Städten Preußens
viele Anhänger. In der Zeit des
Dreißigjährigen Krieges (1618-1638)
finden auch viele schlesische und
böhmische Protestanten einen
Zufluchtsort im toleranten Polen.
Erst im 17 Jahrhundert trennte sich
Preußen endgültig von Polen und stieg
mit der Zeit zur europäischen Großmacht
auf.
Deutschland und Polen sind
schon seit vielen Jahrhunderten
verknüpft und stehen durch die
unterschiedlichsten Ereignisse
miteinander in Verbindung.
Im Mittelalter kam es zur Besiedlung
Polens durch deutsche Menschen mit den
unterschiedlichsten Berufen. Auch in den
heutigen Polen und Deutschland treffen
wir auf sehr viele deutsche
Familiennamen in Polen und polnische
Familiennamen in Deutschland. Abgesehen
von verschiedenen territorialen
Konflikten war das Zusammenleben beider
Bevölkerungsgruppen oft weitgehend durch
friedliche Koexistenz zwischen Deutschen
und Polen gekennzeichnet. Dies drückte
sich in einem harmonischen Zusammenleben
in den Dörfern und Städten aus, in denen
die beiden Bevölkerungsgruppen
nebeneinander lebten. Vor allem in
Schlesien, dem Großteil von Preußen und
dem Freistaat Danzig, lebten fast immer
Deutsche und Polen.
Auch im politischen Bereich waren die
Beziehungen sehr oft freundlich.
Heiraten unter den Nationalitäten waren
nicht selten – so waren zum Beispiel
Hohenzollern, Habsburger und
Wittelsbacher mit den polnischen
Aristokraten und Königen per
Eheschließung verbunden.
1670 heiratet zum Beispiel König Michal
Korybut die Tochter von Kaiser Ferdinand
III. Die habsburgerfreundliche
Orientierung Polens führte wiederum zu
erneuten Konflikten mit dem Osmanischen
Reich. Im bayerischen Landshut wird bis
heute die Landshuter Hochzeit - zwischen
dem bayerischen Herzogs Georgs des
Reichen mit Hedwig Jagiellonica, der
Tochter des polnischen Königs Kasimir
IV. Jagiello im Jahr 1475 - alle vier
Jahre gefeiert.
Auch Schlesien war in dieser
Zeit hin und her zwischen Polen und
Deutschen gerissen.
Durch die im 13. Jh. stark zunehmende
Einwanderung von Deutschen wurde
Schlesien immer enger mit Deutschland
verbunden, ohne dass jedoch Schlesiens
Verbindung zu Polen abriss. Die Städte
waren oft durch ihre Sprache, den regen
Handel und vielfach auch durch die
rechtlichen Kontakte mit dem Oberhof von
Magdeburg eng verbunden. Immer mehr
Fürsten versuchten, sich an Böhmen
anzulehnen. Im Jahre 1342 huldigte auch
der Bischof von Breslau, dessen Bistum
sich um die Neiße erstreckte, dem König
von Böhmen. Manche Teilgebiete kamen
auch direkt unter böhmische Herrschaft.
Gleichzeitig entstand in der erster
Hälfte des 13. Jh. eine unheimliche
Bedrohung für das Christentum: Der
Aufstieg des Mongolischen Reiches. Die
Söhne des Dschingis Khan vernichteten
mit ihren tatarischen Kriegern im Jahre
1240 die Stadt Kiew. 1241 griffen sie
Ungarn an. Ein Teil des Mongolenheeres
durchzog dabei Polen. Chmielnik
(nordöstlich von Krakau), Sandomir,
Breslau und Krakau gingen in Flammen
auf. Danach zogen sich die
Mongolenfürsten zurück.
An der Stelle der vernichteten
polnischen Städte wurden neue Städte mit
ca. 500-1000 Häusern erbaut. Diese
Städte wurden komplett neu geplant und
bevölkert. Einige neu gebauten Städte
z.B. Breslau erhielten deutsches,
zumeist Magdeburger Stadtrecht und waren
vorwiegend von Deutschen bewohnt. Am
Beispiel von Breslau - Wroclaw -
Wreclav sieht man wie oft einige
Schlesische Städte ihre Zugehörigkeit zu
verschiedenen Staaten wechselten und wie
Multikulturell sie waren. Breslau stand
unter Verwaltung von: polnischen Piasten
- bis 1335, Königreich Böhmen - bis
1526, Habsburger Monarchie - bis 1741,
Königreich Preußen - bis 1871, Deutschem
Keiserreich - bis 1917, Deutschland -
bis 1945, Polen - aktuell.
Im 17 und 18 Jahrhundert wurde
Polen in Folge mehrere gleichzeitig
geführte Kriege – vor allem gegen
Schweden und dem Osmanischen Reich (zu
den letzten großen Erfolgen Polens
gehört Befreiung der Stadt Wien während
der Belagerung durch die Türken 1683) aber
auch später durch den Nordischen Krieg
so entvölkert dass die polnischen
Fürsten für Neubesiedlung der Ländereien
mit besonderes guten Bedienungen sorgen
mussten. In dieser Zeit haben sich z.B.:
sehr viele Siedler aus dem Gebiet des
oberfränkischen Bamberg in der Posen
Region angesiedelt. Bis heute existiert
in Polen die Bezeichnung „Bamber“ – für
einen Bauer der viele Ländereien
besitzt.
Das meist friedliche Miteinander wurde
allerdings durch die Teilungen Polens
sehr beeinträchtigt. 1772 beschlossen
Russland, Preußen und Österreich die
Aufteilung des Landes. Polen war zu
diesem Zeitpunkt durch den
vorausgegangenen Bürgerkrieg gebeutelt
und konnte der Annektierung seiner
Gebiete nichts entgegensetzen. Die
zweite Teilung Polens erfolgte nach dem
Russisch-Polnischen Krieg von 1792. Im
Jahre 1795 kam es schließlich zur
dritten Teilung des Landes. Somit war
der Staat - früher eine Großmacht in
Europa - nahezu ausgelöscht und die
Polen waren ein Volk ohne echtes
Territorium. Diese Vorkommnisse
zerstörten im Großen vorerst das bislang
gute Verhältnis zwischen Polen und dem
damaligen Brandenburg – Preußen. Im
Einzelnen bestanden jedoch weiterhin
tiefe Freundschaften zwischen Polen und
Deutschen. So waren Johann Wolfgang von
Goethe und Heinrich Heine eng mit dem
polnischen Dichterfürsten Adam
Mickiewicz verbunden und viele Deutsche
unterstützten den Kampf der Polen um
ihre Freiheit.
Bis zum ersten Weltkrieg
verschlechterte sich das Verhältnis
zwischen Deutschland und Polen
weiterhin. Bismarck verfolgte eine
strenge und aggressive Polenpolitik.
Dies führte bis hin zu dem Verbot der
polnischen Sprache und der Enteignung
von Polen. Nach dem ersten Weltkrieg kam
es zwischen Polen und Deutschland zu
mehreren Streitigkeiten um die
Grenzverläufe, unter anderem in
Oberschlesien, Ostpreußen, Westpreußen
und Danzig. Die Fronten verhärteten sich
mehr und mehr und die Polen verfuhren
gegenüber der deutschen Bevölkerung auf
polnischem Gebiet sehr restriktiv. Es
kam zu Enteignungen von Grundbesitz und
zu Benachteiligungen bei Landverkäufen
und bei Geschäftstätigkeiten.
Der Zweite Weltkrieg brachte
eine weitere Verschlechterung der
Beziehungen zwischen Deutschland und
Polen. Deutschland wollte Polen in das
Deutsche Reich assimilieren und fuhr
eine gnadenlose Vernichtungspolitik.
Die Jalta und Potsdamer Konferenzen regelten nach dem
Krieg die politische und geografische
Neuordnung in Europa. Polen fiel unter
Einfluss von Sowjetunion - verlor etwa
ein drittel ihrer Gebiete im Osten ,
bekam dafür aber von den deutschen
besiedelte Ländereien. Es kam es zu
einer großflächigen Vertreibung von
Deutschen aus Danzig, Gebieten im Süden
Ostpreußens, Schlesien und Pommern. Zu
diesem Zeitpunkt gab es kaum mehr
Verständigungsmöglichkeiten.
Erst 1989 änderte sich
nachhaltig etwas an dem stark
angeschlagenen Verhältnis von
Deutschland und Polen. Eingeleitet wurde
diese Entwicklung bereits 1970 statt,
als sich die Kirchen der beiden Länder
einander annäherten.
Der deutsch-polnische Vertrag, der 1970
geschlossen wurde und als Warschauer
Vertrag in die Geschichte einging,
führte zu einer zunehmenden Entspannung.
Dieser Vertrag wurde im Dezember 1970
unterschrieben und besiegelte die
Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als
Westgrenze von Polen. Beide Staaten
verzichteten auf Gebietsansprüche und
versicherten die Unverletzlichkeit der
Grenzen. Willi Brandt setzte sich als
damaliger deutscher Bundeskanzler für
diesen Vertrag ein und wurde dafür
innenpolitisch stark kritisiert. Dennoch
ratifizierte der Deutsche Bundestag den
Warschauer Vertrag im Jahre 1972 und
ermöglichte so eine Entspannung der
deutsch-polnischen Beziehungen.
In den 70er und 80er Jahren fanden
zwischen Polen und der Deutschen
demokratischen Republik zahlreiche
Gespräche statt, die sich in erster
Linie um einen kulturellen und
wirtschaftlichen Austausch drehen.
Allerdings stoßen die
Demokratisierungsbestrebungen der
Solidarnosc auf wenig positiven
Widerhall seitens der Regierung der DDR.
Die Bürger hingegen stehen dem
demokratischen Gedankengut offen
gegenüber.
Im gleichen Zeitraum kommt es auch zu
Kontakten zwischen Polen und der
Bundesrepublik. Einen großen Schritt hin
zu einer Annäherung zwischen der BRD und
Polen stellt der Kniefall Willy Brandts
vor dem Denkmal für die Opfer des
Warschauer Ghettos dar. Diese Geste
findet weltweit Beachtung. In den
darauffolgenden Jahren werden einige
Abkommen unterzeichnet, darunter das
Fischereiabkommen, Abkommen über die
Entwicklung der wirtschaftlichen,
industriellen und technischen
Zusammenarbeit und noch einige weitere
Abkommen mehr. Gegenseitige
Staatsbesuche festigen das Verhältnis
zusätzlich. Die diplomatischen
Beziehungen werden offiziell im Jahr
1972 aufgenommen. Mit der Unterzeichnung
der Schlussakte der KSZE in Helsinki
wird ein weiterer Meilenstein zum
Frieden in Europa und damit auch
zwischen Polen und der BRD gesetzt. Zwei
Jahre später wird das erste „Forum
Bundesrepublik Deutschland – VR Polen“
in Bonn initiiert. Das Hauptthema der
Veranstaltung, an der Vertreter aus
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
teilnehmen ist ein weiterer Ausgleich
der Beziehung zwischen den beiden
Ländern.
Nach der Wiedervereinigung
Deutschlands ist eine Neuordnung der
Deutsch-polnischen Beziehungen
erforderlich. Neue Abkommen und der
Ausbau der wirtschaftlichen und
kulturellen Zusammenarbeit tragen
maßgeblich dazu bei, das Verhältnis zu
festigen und zu normalisieren. Weitere
Abkommen und Verträge, wie zum Beispiel
ein weiterer Vertrag zur Bestätigung der
Grenzen im Jahr 1990 und ein Vertrag
über gute Nachbarschaft und
freundschaftliche Zusammenarbeit im Juli
1991 folgen. Ergänzend werden Abkommen
über das Deutsch-Polnische Jugendwerk,
den Deutsch-Polnischen Umweltrat und die
Deutsch-Polnische Regierungskommission
für regionale und grenznahe
Zusammenarbeit geschlossen.
Mit dem EU- Beitritt Polens im Mai
2004 fiel die sogenannte
„Friedensgrenze“ zwischen Deutschland
und Polen, die Europa jahrzehntelang in
Ost und West geteilt hatte. Damit wurde
eine weitere Schwierigkeit in der
Beziehung zwischen Deutschland und Polen
aus dem Weg geräumt. Auch wenn es immer
wieder Meinungsverschiedenheiten
zwischen den beiden Ländern gibt – in
den letzten Jahren wurde eine effektive
Versöhnungspolitik betrieben, die das
deutsch-polnische Verhältnis immer mehr
entspannt hat. Vor allem das
Deutsch-Polnische Jugendwerk hat durch
seine Austauschprogramme viel zur
Völkerverständigung beigetragen. Mehr
als 1,8 Millionen Jugendliche aus
Deutschland und Polen haben zwischen
1993 und 2008 an den Austauschprogrammen
teilgenommen.
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