|
|
www.polen-nachrichten.de
Presse, das Wetter,
Währungsrechner, Benzinpreise in Polen.
|
|
Darüber spricht man in Polen: |
|
Erste Enttäuschungen beim Schiefergas |
|
Der für Probebohrungen konzessionierte US-Konzern Exxon hat gestern mitgeteilt, dass er bislang auf keine profitabel ausbeutbaren Vorkommen gestossen ist.
Der Exxon-Repräsentant in Polen, David Rosenthal, hatte extra zu einer Pressekonferenz geladen. Exxon gilt als global führendes Unternehmen bei der Schiefergas-Exploration und -Gewinnung und hatte in Polen mit seinen Erkundungen im Juni 2010 begonnen. Ähnliche Einschätzungen wie Exxon hatten zuvor die mit Probebohrungen in Pommern beauftragten Unternehmen 3legs Resources und BNK Petroleum abgegeben.
Im Portal forsal.pl wird in diesem Zusammenhang die amerikanische Energiemarkt-Expertin Gianna Bern zitiert, die die Gefahr sieht, dass es in Polen nur wenige ergiebige Schiefergas-Fundstellen gibt und damit die Fixkosten der Förderung, wie die Heranschaffung der schweren Spezialgerätschaften, unverhältnismässig teuer sein wird.
Dennoch hofft man in Polen, dass es bei den von US-Experten auf über 5 Billionen Kubikmeter geschätzten Vorkommen dennoch gelingen wird, eine wirtschaftliche Basis für eine Ausbeutung geben wird. Eine grössere Rolle als bislang angenommen werden aber möglicherweise die polnischen Konzerne bei der Schiefergas-Gewinnung spielen müssen. Die Energieunternehmen PGNiG, PGE und Tauron haben zu diesem Zweck erst vor kurzem eine Zusammenarbeit mit der Bergwerksgesellschaft KGHM vereinbart. Eine grössere Rolle wird möglicherweise aber auch eine staatliche Anschubfinanzierung übernehmen müssen. |
|
|
|
Gentechnik-Gegner kritisieren Komorowski-Gesetzesprojekt |
|
Der Präsident hatte einem Gesetz zur Regelung des Einsatzes von gentechnisch verändertem Saatgut (GMO) die Zustimmung verweigert und ein eigenes Gesetzesprojekt erarbeiten lassen.
Nachdem die nationalkonservative Vorgänger-Regierung den Einsatz von GMO in der polnischen Landwirtschaft strikt abgelehnt hatte, versuchte die Regierung Tusk mit Hinweis auf EU-Richtlinien das Handelsverbot für GMO-Saatgut durch eine entsprechende Verwaltungspraxis und neue rechtliche Regelungen zu lockern. Gegen ein im Sommer 2011 vorgelegtes Gesetz machte Komorowski aber von seinem Vetorecht Gebrauch, weil er das Gesetz für zu vage hielt. Er hatte aber gleichzeitig betont, dass aus seiner Sicht “wissenschaftliche Untersuchungen die Angst vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln als unbegründet” gezeigt hätten.
Die Gentechnik-Gegner von der Initiative “Polen frei von GMO” sehen mit dem Gesetzesprojekt Komorowskis die grundlegende Aufhebung des Handelsverbots für GMO-Saatgut zwar gestoppt. Die auch von Komorowski ermöglichte Einfuhr von gentechnisch verändertem Mais MON810 “zu eigenen Zwecken” sehen sie jedoch als Einfallstor für eine allgemeine Ausbreitung von GMO auch in Polen. Die Gentechnik-Gegner beklagen von Komorowski an der Erarbeitung des Gesetzesentwurfs nicht beteiligt worden zu sein und im allgemeinen eine “systematische Desinformation der polnischen Gesellschaft” in Sachen Gentechnik. Sie fordern den Präsidenten zu einer Nachbesserung seines Gesetzesprojekts auf.
Quelle : www.infoseite-polen.de |
|
|
|
|