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30.03 - 12.10.2012
Deutsch-polnische Erlebnispädagogik
Das Seminar bietet eine Auseinandersetzung mit Methoden der Erlebnispädagogik, es werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten der Methoden in interkulturellen Begegnungen vorgestellt und ausprobiert. Die Palette erlebnisorientierter und erlebnispädagogischer Angebote ist breit. Einsatzfelder können sein: Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Sport- und Freizeitarbeit, aber auch Kinder- und Jugendbegegnungen. Erlebnispädagogik steht dabei für das bewusste Auslösen von Lern- und Erfahrungsprozessen durch unmittelbares Erleben mit spezifischen Mitteln und Settings in der Natur oder auch der Stadt. Wir verstehen Erlebnispädagogik als eine handlungsorientierte pädagogische Methode, die alltagspädagogische Szenarien und Aktivitäten ergänzen kann.
Das Seminar richtet sich an alle Interessierten (mit und ohne Vorkenntnisse im Bereich Erlebnispädagogik), die im Bereich der Jugendarbeit tätig sind und/oder Lust haben, erlebnispädagogische Aktionen und Elemente in internationalen Begegnungen einzusetzen.
Teil 1: 30.03. - 5.04.2012 in Blossin, Brandenburg
Teil 2: 6.-12.10.2012 in Czarnow, Polen
Ort: Jugendbildungszentrum Blossin
Mehr:
www.blossin.de
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27.04 - 01.07.2012
7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst
Die Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst hat sich seit ihrer Gründung 1998 zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen für zeitgenössische Kunst weltweit entwickelt. Aus der Kunstszene Berlins heraus erforscht die Berlin Biennale neue künstlerische Entwicklungen und Visionen und stellt diese in der Hauptstadt vor.
Kurator der 7. Berlin Biennale ist ein polnischer Künstler Artur ¯mijewski, als assoziierte Kuratoren wurden Joanna Warsza und das Moskauer KünstlerInnenkollektiv Voina berufen. Während der neunwöchigen Laufzeit der 7. Berlin Biennale stellen die Ausstellung und eine Reihe performativer Projekte verschiedene zeitgenössische Kunstpraktiken vor, die durch unterschiedliche soziale Belange motiviert sind.
www.berlinbiennale.de
Ort: Berlin, u.A. KW Institute for Contemporary Art
Mehr:
berlin.polnischekultur.de
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04. + 05.05.2012 jeweils 20.00h
Fasada 1/2
Krakau heute: halbrenovierte Fassaden für die Touristen, strahlende Shoppingmalls und Gated Communities. Die Geister der Vergangenheit und der Zukunft versammeln sich und ein bizarres Heer von Gespenstern geht mit den verlorenen Seelen der Stadt auf Streifzug. Ihre Wege kreuzen Touristen-Zombies, verkrüppelte Tauben und Spielbergs Nazi-Dinosaurier. Ein Geruch von Geld und Gas hängt in der Luft – eine Reise in die Landschaften des Vergessens und in den Untergrund der Zukunft.
Im Sommer 2011 war die in NRW ansässige Künstlergruppe kainkollektiv zu Gast am Teatr Nowy in Krakau, mitten im alten jüdischen Viertel Kazimierz. Gemeinsam mit drei jungen polnischen Performern, die im Wendejahr 1989 geboren sind, haben sie sich auf eine Forschungsreise zur Vermessung unserer Gegenwart zwischen Ost und West, zwischen der alten und der neuen Zeit eingelassen. Auf der Bühne zeigen die drei Performer textlich, körperlich und musikalisch, wo und wie sich ihre Leben heute, im Krakau des 21. Jahrhunderts, verorten lassen. Dabei werden kulturelle und soziale Zuschreibungen porös. Sie entlocken einer Trümmerlandschaft zarte Klänge und schroffe Sounds, die sich zum Stadt-Beat entwickeln. Darin ertönt ein Chor, der jenen vergessenen Stimmen antwortet, die in Krakaus Geschichte kein Gesicht und keine Sprache haben. Sie klettern durch die mit historischen Fundstücken aufgetürmte Landschaft, setzen ihre Körper in Relation zu ihr, verschwinden hier und erscheinen dort, erforschen am eigenen Leib, was ihnen fremd und was vertraut erscheint. Sie erzählen in einem Raum zwischen Installation, Performance und Theater davon, wie das Leben in Polen heute ist – oder wie es sein könnte.
Regie: Mirjam Schmuck & Fabian Lettow. Mit: Lukasz Stawarczyk, Zbyszek Styrczula, Weronika Wronka. Dramaturgie: Anka Herbut. Produktion: Tomasz Kirenczuk. Technische Leitung: Marek Kutnik.
Produktion: kainkollektiv. Koproduktion: Ringlokschuppen Mülheim, FFT Düsseldorf und dem Teatr Nowy Krakau. Gefördert durch das NRW KULTURsekretariat Wuppertal.
kainkollektiv, bestehend aus Alexander Kerlin, Fabian Lettow und Mirjam Schmuck, arbeitet seit 2004 gemeinsam in Theaterprojekten. Auf die Inszenierung „Westend“ folgten Produktionen nach Stücken von Händl Klaus, Elfriede Jelinek, Einar Schleef, Franz Kafka und Heiner Müller. Zuletzt hat kainkollektiv u.a. die Projektreihe „Stadt ohne Geld“ am Schauspiel Dortmund, die Tanz-Musik-Performance „Skinology“ (Ringlokschuppen Mülheim, FFT Düsseldorf, Pumpenhaus Münster) und „Der Knacks“ am Schlosstheater Moers erarbeitet. Kerlin, Lettow und Schmuck arbeiten als Regisseure, Dramaturgen, Theaterwissenschaftler, Autoren, Musiker und Performer und kollaborieren mit unterschiedlichen freien Künstlern und Gruppen aus den Bereichen Theater, Musik, Tanz, Bildende Kunst und Neue Medien. www.kainkollektiv.de
Ort: FFT Kammerspiele, Jahnstr. 3, 40215 Düsseldorf
Mehr:
www.fft-duesseldorf.de
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9.05.2012, 14.00 Uhr
Die Bedeutung Polens für Deutschland im 21. Jahrhundert + Workshop für Jugendliche Erfahre mehr über deinem Nachbar! Bild von Polen: Stereotyp oder Realität? Eintritt frei!
Vortrag und Diskussion: Dr. Krzysztof Wojciechowski, Direktor von Collegium Polonicum an der Viadrina-Universität Frankfurt/Oder und Experte für deutsch-polnische Beziehungen
Eintritt ist frei
Nach dem Vortrag laden wir die Jugendlichen zu einem Workshop zum Bild von Polen und der polnischen Kultur ein:
Erfahre mehr über deinem Nachbar! Bild von Polen: Stereotyp oder Realität?
Workshop für Jugendliche mit Iza Witkowska (Lehrerin), Justyna idzi (Kulturwissenschaftlerin) aus Polen, Europäische Freiwillige in der Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Mittwoch, den 9. Mai 2012, 15.30 – 18.30 Uhr
Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmezertifikate werden ausgestellt.
Während des Workshops möchten wir versuchen, das Polenbild zu konstruieren, indem wir die Fakten und Vorurteile/ Stereotypen miteinander konfrontieren. Während der Suche nach Stereotypengrundlagen und ihren Erklärungen, versuchen wir das reale und aktuelle Bild vom Leben in dem benachbarten Land zu zeichnen. Teilnehmer des Workshops werden aufgrund der präsentierten Werbefilme mit dem polnischen Export-Bild vertraut gemacht. Dank Diskussionen können sich die Teilnehmer mit der eigenen Vorstellung von Polen auseinandersetzen.
Dieser Workshop richtet sich an alle, die nicht nur ihr Wissen über polnische Kultur erweitern wollen, sondern auch über Chancen, Problemen und Einzigartigkeiten des Landes diskutieren wollen. Die Realität /Fakten mit Vorurteilen zu vergleichen. Mehr erfahren und mehr verstehen.
Anmeldung für den Workshop erwünscht: Iza Witkowska, agnrw1@agnrw.de, 0231 83800 – 60, Justyna idzi, agnrw3@agnrw.de, 0231 83800 – 46
Ort: Ort: Auslandsgesellschaft NRW e.V, Steinstraße 48, Dortmund
Mehr:
agnrw.de
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13.05.2012, Sonntag, 22:00 Uhr
Jazzkonzert - Piotr Wojtasik Quartet
Piotr Wojtasik (geb. 1964) tritt als Jazz-Trompeter als Sideman oder als Leader seiner igenen Bands auf und konzentriert sich dabei auf besondere Projekte (Lonely town mit Streichorchester, Circle mit einem Holzbläserensemble u.ä.). Das Piotr Wojtasik Quartet ist ein Ensemble ohne Begleitung eines harmonischen Musikinstruments (Trompete, Saxophon, Schlagzeug, Kontrabass). Der Klang der Band basiert grundsätzlich auf dem Konzept des Leaders und der individuellen musikalischen Züge der einezelnen Mitglieder. Den rhytmischen Part bilden zum einen einer der herausragendsten polnischen Kontrabassisten der jungen Generation Micha³ Barañski, und die Legende des amerikanischen Jazz-Schlagzeugs John Betsch. Im Vordergrund des Jazz-Ensembles steht Piotr Wojtasik. Viktor Toth ist in der Band der neue berühmte Altsaxophonist aus Ungarn. Das Repertoire orientiert sich an den Jazzklängen der 1960er Jahre, an Ethno-Musik und hat einige „Free“-Elemente. Obwohl das erste Album des Ensembles erst für das 2012 geplant ist, spielte Piotr Wojtasik mit dieser Besetzung bereits auf mehreren Festivals und in diversen Clubs.
Besetzung: Piotr Wojtasik (tp), Viktor Toto (sax), Michal Baranski (kb), John Betsch (dr)
Ort: Jazz-Club A-Trane Berlin, Bleibtreustraße 1 / Ecke Pestalozzistraße, 10625 Berlin
Mehr:
www.polnischekultur.de
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21.05.2012, Montag, 20:00 Uhr
Ki / Mein Name ist Ki - filmPOLSKA reloaded
PL 2011; R: Leszek Dawid; 98 min; OmdU; B: Pawel Ferdek, Leszek Dawid, K: Lukasz Gutt, S: Jaroslaw Kaminski, D: Roma Gasiorowska, Adam Woronowicz, Kamil Malecki, Krzysztof Globisz, u.a.
Ki, junge Mutter des 2-jährigen Pio, bedient alle Klischees einer ausgebrannten, alleinerziehenden Mutter. Während sie sich die Nächte auf Partys um die Ohren schlägt, stapeln sich daheim die Rechnungen. Doch Ki weiß wie sie über die Runden kommt: Neben zahlreichen kreativen Nebenjobs versteht sie es, geschickt die Hilfsbereitschaft anderer auszunutzen. Als die Beziehung zu ihrem Freund zerbricht, sie bei einer Freundin einziehen muss und das Sozialamt ihr droht keine Unterstützung mehr zu leisten, scheint das Chaos perfekt.
Leszek Dawid, geb. 1971 in Kluczbork, absolvierte die Filmhochschule in £ódŸ und unterrichtet dort seitdem im Fachbereich Regie. Er wirkte an zahlreichen Spielfilmen, Theater- und Fernsehprojekten mit und wurde für seine Dokumentarfilme im In- und Ausland bereits mehrfach ausgezeichnet. „Ki” ist sein Langspielfilm-Debüt.
Ort: Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Straße 40/41, 10178 Berlin
Mehr:
www.hoefekino.de
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22.05.2012, Dienstag, 18:00 Uhr
Europa Literarisch: Polen - Olga Tokarczuk
Moderation Thomas Wohlfahrt
Zu Gast ist die polnische Autorin Olga Tokarczuk, die zu den erfolgreichsten Autorinnen ihres Landes gehört und sich seit ihrem Roman Ur auch in Deutschland einen Namen gemacht hat. Sie wird aus ihrem neuen Roman Der Gesang der Fledermäuse lesen.
Der neue Roman von Olga Tokarczuk ist ein spannender moralischer Thriller. Die schrullige Erzählerin Janina Duszejko, Dorflehrerin für Englisch und im Winter Hüterin der Häuser von Sommerfrischlern auf einem windgepeitschten Hochplateau im Glatzer Kessel, hat zwei Leidenschaften: für Astrologie und für Tiere. Außerdem kämpft sie mit einem tückischen Leiden, liest und übersetzt mit einem ehemaligen Schüler die Gedichte von William Blake und räsoniert über die Sterne, die Menschen und die Bedeutung von Namen. Vor allem aber entwickelt die Erzählerin kuriose Theorien über die an Tieren begangenen Verbrechen. Als in der Umgebung eine Leiche nach der anderen gefunden wird, ist sie, die allgemein als Verrückte angesehen wird, der Polizei immer einen Schritt voraus. Dabei weiß sie das unauffällige Erscheinungsbild einer »alten Frau mit Plastiktüte in der Hand« geschickt zu nutzen. In ihrem einsamen Kampf für die Sache der Tiere legt sie sich mit den Honoratioren der Umgebung, mit der Polizei und sogar mit der Kirche an - und begibt sich dabei in große Gefahr.
Olga Tokarczuk (geb. 1962) studierte in Warschau Psychologie; sie ist freie Schriftstellerin und hat einen eigenen Verlag. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet. Auf Deutsch erschienen bisher die Romane Ur und andere Zeiten; Taghaus, NAchthaus und Letzte Geschichten; die Erzählungsbände Der Schrank und Spiel auf vielen Trommeln sowie Aaana in den Katakomben.
Für Unrast wurde Olga Tokarczuk 2008 mit dem Nike-Literaturpreis ausgezeichnet. Der Gesang der Fledermäuse ist als deutsch-polnische Koproduktion zur Verfilmung vorgesehen (Regie: Agnieszka Holland).
Eintritt frei, kein Nacheinlass
Ort: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Unter den Linden 78, 10117 Berlin
Mehr:
www.polnischekultur.de
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25.5.2012
Begegnungs-Fahrt nach Kolobrzeg (Kolberg) im Mai
Der Verein Freunde Kolbergs e.V., der die Städtepartnerschaft zwischen der polnischen Ostseestadt Kolobrzeg (Kolberg) und dem Bezirk Pankow von Berlin mit Leben füllt, führt vom 25. bis 28. Mai 2012 eine große Begegnungsfahrt durch. Rund 150 Teilnehmer sind eingeplant, und ab sofort sind Anmeldungen möglich. Die Städtepartnerschaft wird 2012 18 Jahre alt, weshalb die 'Volljährigkeit' besonders gefeiert werden soll.
Pünktlich zu den „Hanse-Tagen“ und den Partnerschaftstagen Kolobrzegs reisen die Teilnehmer, die in zwei Hotels vor Ort untergebracht sein werden, an. Dort erwartet sie viel Programm in kultureller, sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Auch die Musikschule ist dabei und präsentiert - in Ergänzung mit der örtlichen Musikschule - ein hochkarätiges Konzertprogramm. Kunstvorführungen, die feierliche Eröffnung der Segelsaison, historische Ausstellungen, Fußballturniere, Drachenbootrennen, verschiedene Stadtführungs-Angebote und viel persönliche Begegnung zwischen deutschen und polnischen Teilnehmern sind Bestandteil der viertägigen Veranstaltung.
Wer dabei sein möchte, kann sich das Anmeldeformular unter kolbergfahrt@kolberg-cafe.de anfordern oder in Kürze unter www.freunde-kolbergs.de herunterladen. Die Teilnehmerbeiträge variieren nach Hotel und Einzel- oder Doppelzimmerunterbringung.
Ort: Kolobrzeg
Mehr:
www.kolberg-cafe.de
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30. + 31.05.2012 jeweils 20 Uhr
Frauenchor / Chór Kobiet
Die Musikerin und Theaterregisseurin Marta Górnicka aus Warschau glaubt an die revolutionäre Kraft des Theater-Chores. Für „Frauenchor“ hat sie 25 Frauen unterschiedlichen Alters und Berufs um sich versammelt. Flüsternd, schreiend, zischend und lachend bringen sie ihren Protest gegen klischeehafte Frauenbilder und das Diktat heutiger Schönheitsideale zum Ausdruck. Fragmente aus „Antigone“, Werken Agambens, Barthes', Jelineks und Butlers, Werbeslogans und Kochrezepte mischt der Chor mit Computergeräuschen und Zitaten aus Liedern und Filmen. Rhythmisierte Sprache und Pop-Songs verbinden sich mit traditionellen musikalischen Formen – dem vielstimmigen Chor, Sakralmusik, Arien – und schaffen eine neuartige Form des Musiktheaters. In „Frauenchor“ schlägt uns der geballte Ärger mehrerer Generationen polnischer Frauen entgegen, entschlossen und mitreißend rufen sie zum Aufstand auf. Der Chor zeigt die Sprache als Macht- und Herrschaftsinstrument und auch als Mittel der Gewalt. Er häuft Zitate bis an die Grenze des Erträglichen, legt Sprengladungen unter die Sprache, jagt sie in die Luft oder entschärft sie durch Gelächter. Allen voran Marta Górnicka, die ihre komplexe Partitur selbst dirigiert und mit ihren großartigen Performerinnen eine eindrucksvolle, von wütender Energie getragene Chor- und Choreografiearbeit leistet. „Frauenchor“ wurde in Polen als herausragendes Theaterereignis gefeiert, zur „Musiktheater-Inszenierung des Jahres 2010“ gekürt und bereits auf mehreren internationalen Festivals präsentiert.
Der erste Teil, „Hier spricht der Chor“, hinterfragt die Frauenbilder in der westlichen Konsumgesellschaft: Lara Croft, Kuchenbacken und farbenfrohe Illustrierte sind Ausgangspunkte für Erzählungen über die heutige Wahrnehmung von Weiblichkeit. Im zweiten Teil, „Magnifikat“, werden die Zuschauer mit dem kirchlichen Inbegriff für Weiblichkeit – der Heiligen Jungfrau – konfrontiert. Maria verkörpert sowohl Reinheit und Unschuld als auch die ideologisierte Selbstlosigkeit einer Mutter.
„Der FRAUENCHOR von Marta Górnicka ist eine echte Entdeckung und wahrscheinlich bahnbrechend fürs polnische Theater. 25 Frauen von unterschiedlichem Alter und Beruf sprechen im Chor zunächst von guten Kochrezepten und guten Männern, bis sich die exzellente Chorarbeit den Frauenbildern in der Konsumgesellschaft zuwendet, dem Zwangshandeln für Schönheitsideale und der Verzweiflung daran. Das geht zwischen Flüstern und Schreien, starken Gruppenformationen und zerbrechlich am Boden liegen. [...] Mit dem letzten Wort metoikia wird auf Antigone Bezug genommen, auf ihre Behandlung als rechtlose Fremde im eigenen Land – eine wirklich starke, hinreißende Arbeit.“ (Thomas Irmer, nachtkritik.de, 6.4.2011)
Konzept, Libretto, Regie: Marta Górnicka. Partitur: IEN. Choreografie: Anna Godowska. Wissenschaftliche Mitarbeit: Agata
Adamiecka. Produktion: Zbigniew Raszewski Theaterinstitut Warschau. Mit: Maniucha Bikont, Justyna Chaberek, Ewa Chomicka, Alina Czyzewska, Paulina Drzastwa, Alicja Herod, Anna Jagłowska, Natalia Jarosiewicz, Katarzyna Jaznicka, Ewa Konstanciak, Ewa Kossak, Katarzyna Lalik, Jolanta Nałecz-Jawecka, Agnieszka Makowska, Kamila Michalska, Natalia Obrebska, Anna Raczkowska, Anna Rusiecka, Monika Sadkowska, Kaja Stepkowska, Karolina Szulejewska, Olga Szymula, Iwona Tołbinska, Agata Wencel, Karolina Wiech, Anna Wodzynska, Anna Wojnarowska.
Teil des Internationalen Kulturprogramms der polnischen EU-Ratspräsidentschaft. Das Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Nationalerbe der Republik Polen kofinanziert.
Marta Górnicka: Regisseurin und Sängerin, Absolventin der Aleksander Zelwerowicz Theaterakademie in Warschau und der Warschauer Musikhochschule Frederic Chopin. Sie studierte außerdem an der Universität Warschau und an der Staatlichen Theaterhochschule in Krakau. Ihr Film „Gier. Versuch einer Aufzeichnung nach Sarah Kane“ wurde auf dem Odkryte/Zakryte Festival in Warschau erstmals gezeigt. Bei der Warschauer Inszenierung von „Symptoms/Akropolis“ von Gabriella Maione und Stanislaw Wyspianski arbeitete Marta Górnicka mit Robert Wilson zusammen, mit Redbard Klijnstra und Swietlana Butskaja hat sie zum Thema Stimme gearbeitet. Als Sängerin absolvierte sie zahlreiche Solokonzerte und nahm für das Polnische Radio ein Album mit Liedern von Astor Piazolla auf. Marta Górnicka war Teilnehmerin von Meisterkursen und leitete Autorenwerkstätten in Salzburg, Rom und London. Seit Dezember 2009 arbeitet sie mit dem Theaterinstitut Warschau zusammen, wo sie in den Aufführungen des „Frauenchors“ Regie führt und eine neue, eigene Form des Chortheaters entwickelt.
Video-Trailer zur Produktion: http://www.youtube.com/watch?v=yoKBFkaZ5gc&hd=1
30.5., 20 Uhr – Teil 1: Der Chor spricht, FFT Juta, Kasernenstr. 6, 40213 Düsseldorf
31.5., 20 Uhr – Teil 2: Magnifikat (Deutschland-Premiere), FFT Juta, Kasernenstr. 6, 40213 Düsseldorf
Ort: FFT Juta, Kasernenstr. 6, 40213 Düsseldorf
Mehr:
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