Die Gründung des Deutschen Ordens 1198 bis zu der dritten Teilung

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Die Besiedelung bis zu der Teilung Polens in Provinzen
Die Gründung des Deutschen Ordens 1198 bis zu der dritten Teilung
Polen im Zeitalter Napoleons bis zu der Gegenwart

Die Gründung des Deutschen Ordens 1198 und die Jahre bis 1309

Seit Anfang des 13. Jahrhunderts betrieben deutsche Zisterzienser des großpolnischen Klosters Lenko (nordöstlich von Posen) eine erfolgreiche Mission bei den heidnischen Preußen (baltischer Stamm im Bereich des späteren Ostpreußen). Da sich die Preußen wehrten, versuchten die Piasten die Christianisierung mit Gewalt durch Kreuzzüge, durchzuführen. Dazu hatten sie auch die päpstliche Erlaubnis vom Innozenz III. bekommen. Diese Versuche sind gescheitert, darum bat Herzog Konrad von Masowien (der seit der Aufhebung der Senioren Verfassung ganz selbständig war) den Großmeister des Deutschen Ordens, Hermann von Salza um Hilfe. 1230 kam der Vertrag von Kruschwitz zu Stande, mit welchem dem Orden (der Orden hatte sein Schwergewicht im Palästina) das eroberte Land der Preußen übereignet werden sollte. 1234 wurden die Preußen getauft und das Land durch die päpstliche Bulle von Rieti dem Orden übertragen. In dem eroberten Land wurden aus Sicherheitsgründen mehrere Burgen gebaut und es entstanden zumeist mit deutschen Siedlern neue Dörfer und Städte. 1309 wurde der Hochmeistersitz des Ordens von Venedig in die neuerbaute Marienburg verlegt. Polen

Die Lösung Schlesiens von Polen

Durch die im 13. Jh. stark zunehmende Einwanderung von Deutschen wurde Schlesien immer enger mit Deutschland verbunden, ohne daß Schlesiens Verbindung zu Polen deshalb abriß. Die Städte waren durch ihre Sprache, Handel und vielfach auch durch die rechtlichen Kontakte mit dem Oberhof von Magdeburg verbunden. Immer mehr Fürsten suchten sich an Böhmen anzulehnen. Im Jahre 1342 huldigte auch der Bischof von Breslau für sein Bistum, das sich um die Neiße erstreckte, dem König von Böhmen. Manche Teilgebiete kamen auch unmittelbar unter böhmische Herrschaft.
In der erster Hälfte des 13. Jh. entstand der Christenheit eine unheimliche Bedrohung durch den Aufstieg des Mongolischen Reiches. Die Söhne des Dschingis Khan vernichteten mit ihren tatarischen Kriegern 1240 die Stadt Kiew und 1241 griffen sie Ungarn an. Ein Teil des Mongolenheeres durchzog dabei Polen. Chmielnik (nordöstlich von Krakau), Sandomir, Breslau und Krakau gingen in Flammen auf. Danach zogen sich die Mongolenfürsten zurück.
An die Stelle der vernichteten polnischen Städte wurden neue Großstädte mit ca. 500-1000 Häusern, mit neuem Städtegrundriß und mit neuen Bewohnern angelegt. Die neu gebauten Städte Krakau, Breslau und Posen erhielten deutsches, zumeist Magdeburger Stadtrecht und waren vorwiegend von Deutschen bewohnt.
Die Fürstentümer der Piasten wurden im 13. Jh. durch ständige Teilungen immer kleiner. Zum Fürsprecher einer Wiedervereinigung Polens unter der Bedingung völliger Selbstbestimmung machte sich der Herzog Wladislaw Lokietek.

Pommerellen (Kleinpommern)

Anfangs des 13. Jh. beanspruchten die Brandenburger das Land Pommerellen für sich. Sie stehen in Danzig den Polen unter der Führung von Wladislaw Lokietek gegenüber und der Herzog Wladislaw Lokietek ruft erneut den Deutschen Orden zu Hilfe. Die Ritter des Ordens Kamen, vertrieben die Brandenburger aus der Stadt Danzig, dann aber auch die Polen aus der Burg (1308) und nahmen ganz Pommerellen in Besitz.
In mehreren Etappen vereinigte Wladislaw Lokietek bis 1314 die zwei Hauptprovinzen Malopolska und Wielkopolska, festigte seine Position gegenüber den Böhmen, der Luxemburgischen Dynastie, der Mark Brandenburg und des Deutschen Ordens und ließ sich 1320 auf dem Wawel zum König krönen (4.König).
Auf den Thron folgte ihm sein Sohn Kazimierz (5.König). Ihm gelang es auf diplomatischem Wege, mit dem Friedensvertrag von Namyslow sowie auf militärische Art (1340-1366), bedeutende Gebiete der Halitschen Ruß anzugliedern, Wolhynien wurde zwischen Polen und Litauen aufgeteilt. König Kazimierz verfügte über großes Talent als Diplomat und Politiker und umgeben von einer Gruppe von Ministern gelang es ihm, das Programm der inneren Vereinigung Polens durchzusetzen, indem er das Verwaltungs-, Währungs-, und Steuersystem sowie das Rechts- und Gerichtswesen vereinheitlichte und vervollkommnete. Er realisierte ein umfassendes Bauprogramm, daß die Errichtung von Burgen, Befestigungsanlagen und Kirchen vorsah. 1349 kam es zu einer Emigrationswelle der Juden aus Deutschland, er brachte ein Gesetz heraus, welches die Juden schützte und so konnte sich in Polen die größte jüdische Gemeinde der Welt entwickeln. Ende des 14.Jh. wandte sich Kazimierz von der Westpolitik ab und richtete seine Aufmerksamkeit in Richtung Osten.
König Kazimierz bezeigte reges Interesse am wirtschaftlichem Leben, an Kultur, Wissenschaft und Bildung. Der Krakauer Universität gab König Kazimierz nach italienischem Vorbild eine juristische Orientierung. Auf dem Gebiet der Philosophie befasste sich die Universität intensiv mit Ethik und mit Gesellschaftslehre. Nach Polen wurde, hauptsächlich aus Mitteleuropa, aber auch aus Italien, Burgund und aus dem Moselgebiet, die romanische Kultur übertragen.

Die Jagellonen-Dynastie um 1385 bis 1569

1385 erfolgte der Zusammenschluß Polens und Litauens. (Jagiello, nahm den Vornamen Wladislaw an und nach seiner Vermählung mit Jadwiga wurde er König von Polen) Durch Vermählung der Fürstenhäuser Polens und Litauens entstand ein Königreich, das sich gegen die benachbarten Tataren, das wachsende Interesse Moskaus an Ausdehnung Richtung Westen und der Expansion des Deutschen Ordens wehren konnte.
Zu einer entscheidenden Auseinandersetzung und zugleich einer der größten Schlachten des Mittelalters kam es am 15.Juli 1410 auf den Feldern von Grunwald (Tannenberg), wo die polnisch-litauische Armee das Ordensheer zerschlug. Ganz Preußen fiel kampflos in die Hand des Siegers. Durch Seuchen, kriegerische Ausfälle der Ritter, eines Entlastungsangriffs des livländischen Ordenszweiges gegen Litauen und die drohende Haltung von König Sigismund von Ungarn, wurden die Belagerer gezwungen, sich im September 1410 wieder zurückzuziehen.
Wenige Woche später hatte der Orden sein gesamtes Gebiet wieder in Händen. Am 1. Februar 1411 wurde bei Thorn der Thorner Frieden abgeschlossen.
1413 wird die Eigenstaatlichkeit Litauens durch die Tagfahrt von Horodlo und die Erneuerung der polnisch-litauischen Union bestätigt. Die familiäre Verbundenheit der sozialen Oberschicht verband die beiden Länder bis ins 19.Jh miteinander.
Der Tod des litauischen Großfürsten Witold, der vergeblich auf seine Krönung wartete, rief in Litauen Bürgerkrieg hervor. Auf Veranlassung des Kaisers Sigismund griff der Deutsche Orden auf Seiten der Unionsfeinde in den Krieg ein, wurde aber geschlagen und mußte 1430 mit Polen und Litauen den Frieden von Kujawisch Brest abschließen. Der Frieden schloß Ansprüche von dritter Seite aus (Kaiser, Papst), damit war der Orden von seinen Schutzmächten getrennt und hatte aufgehört, eine Großmacht darzustellen.
Nach dem Dreizehnjährigen Krieg (1454-1466), den der Deutsche Orden gegen seine eigenen Vasallen (die Städte und dem Adel, weil sie die Oberhoheit des polnischen Königs Kazimierz Jagellonczyk anerkannt hatten) führte, öffnete sich wieder der Zugang zum Meer. Das beschleunigte die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Die Jagiellonen bauten ihre Macht weiter nach Westen aus. Die böhmische Krone errangen sie durch politische Schachzüge im Jahr 1479, nach den Religionskriegen mit den Hussiten; die Krone Ungarns folgte 1491. Diese Staatsverbindungen hatten aber kein langen Halt.
Im 14. und 15. Jhd. entstanden umfangreiche polnische Übersetzungen, u.a. die ganze Bibel für Königin Zofia sowie andere religiöse, darunter hussitische Texte. Die prächtigsten gotischen Bauwerke entstanden innerhalb des damaligen polnischen Staates in Krakow (Universität u. Stadttore), Gniezno.und in Gdansk, wobei die Gdansker Marienkirche vielleicht der schönste gotische Bau in Pommerellen ist.

Renaissance und Reformation (Blühende Zeit f. Bauwesen, Wissenschaft, Lehre, /Kopernikus)

1493 wurde das Parlament, genannt Sejm gegründet, der allein Gesetze verabschieden konnte und somit ein wichtiges Kontrollorgan der Monarchie wurde.
1525 beschloß der Großmeister des Deutschen Ordens (der D.O. war zu dieser Zeit am Ende) die neue lutherische Lehre anzunehmen (Sein Staat unterstand zwar Polen, in inneren Angelegenheiten aber, war er autonom). Da in Polen damals eine in Europa beispielslose Toleranz gegenüber anderen Religionen herrschte, fand die neue Lutherische Lehre in Danzig sowie in den Städten des Königspreußens viele Anhänger.
1526 gab Bernard Wapowski die erste, in Maßstab 1:1.000.000 gehaltene und auf viele Messungen gestützte Landkarte Polens heraus. Sein Freund Nicolaus Copernicus, Bürger von Torun und Kanoniker in Warmia, schuf ein neues Weltbild. Copernicus übersetzte poetische Werke vom Griechischen ins Lateinische, entdeckte die Greshamschen Gesetz noch vor Gresham, war als Arzt und Wissenschaftler, vor allem aber als Mathematiker und Astronom tätig.
Sebastian Petrycy übersetzte die Werke Aristoteles und schuf so eine polnische philosophische Terminologie. Adam Bursius veröffentlichte philosophische Fragmente von Cicero.
Der letzte Jagiellone Zygmund August, der keine Erben hinterließ, bemühte sich in den letzten Jahren seines Lebens um ein Bündnis gegen die wachsende Macht Moskaus. Das Ergebnis seiner Verhandlungen war die Union von Lublin im Jahr 1569, in der Polen, Königspreußen Livland (später Lettland) und Litauen zu einem Staat vereinigt wurden. In gleichem Jahr wurde das Parlament nach Warschau verlegt und zur Hauptstadt ernannt.
Nach Zygmund Augusts Tod wurde der König vom gesamten Adel, ob reich oder verarmt, gewählt. Es war die Schaffung der sogenannten Adelsrepublik. Dies war ein demokratischer Fortschritt, denn 10 % der Bevölkerung hatten Stimmrecht, andererseits bedeutete es die Stärkung des Feudalsystems in der polnischer Gesellschaft. Der Adel bestand auch auf seinem Recht auf Widerstand. Dieses Recht erlaubte dem Adel einem König zu stürzen, der beim Adel in Ungnade gefallen war. Außerdem mußte alle zwei Jahre das Parlament zusammentreten und die Adligen ratifizierten ihrerseits alle vom König beschlossenen Steuern, Kriegserklärungen und Verträge mit dem Ausland.
Im 16. Jhd. brachten italienische Architekten die Renaissance nach Polen und begannen mit dem Umbau des Wawels in Krakau, mit dem Wiederaufbau des Rathauses in Poznan und es erfolgte der Baubeginn des Königschlosses von Warschau. In Krakauer Universitätskreisen waren außer guten Philologen auch weiterhin gute Mathematiker tätig. Am Jesuitenkolleg in Kalisz wurden Untersuchungen der Sonnenflecken und eine wichtige Verbesserung des astronomischen Fernrohrs vorgenommen.
1587 - 1668 ist die Zeitspanne, in der die Drei Wahlkönige der schwedischen Wasa-Dynastie die Außenpolitik bestimmten.
1618 erwarb Johannes Sigismund von Hohenzollern das Herzogtum Preußen (Erbe des Kurfürstentums Brandenburg).
Zu dieser Zeit herrschte in Europa infolge von religiösen und dynastischen Konflikten der Dreißigjährige Krieg, aus dem es Polen gelangt, sich herauszuhalten.
1648 wurde der dritte Wasa, Jan II. Kazimierz, gewählt. In diesem Jahr erhoben sich die Kosaken in der Ukraine, die sich mit dem russischen Herr verbunden hatten und eroberten gemeinsam Ostpolen bis Lwow. Diese Ablenkung nutzten die Schweden um in Polen einzufallen, was als Schwedische Sinflut bekannt wurde.
1657 gründeten die Hohenzollern den Staat Brandenburg-Preußen (später Preußen verkürzt).
In den Kriegen hatte Polen nicht nur Gebiete verloren, sondern seine Bevölkerung war um mehr als die Hälfte, auf ca. 4 Mill., reduziert worden.
Für die weitere Entwicklung war wesentlich, daß 1652 zum ersten Mal vom Liberum Veto (Vetorecht) im Parlament Gebrauch gemacht wurde. Dieses Recht diente sehr schnell der Durchsetzung eigener Interessen und Polen war bald an dem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr regierbar war. Das führte zum endgültigem Kollaps der Politik.
Einziger internationaler Erfolg in dieser Zeit (zweite Hälfte des 17. Jh.) war die Schlacht von Chocim, wo Jan Sobietski 1673 die osmanischen Türken auf dem Balkan besiegte und daraufhin (zur Belohnung) zum polnischen König gewählt wurde. Er war auch 1683 für die erfolgreiche Verteidigung von Wien verantwortlich, durch die die Türken endgültig aus Europa vertrieben wurden. Diese Heldentaten hatten aber einen hohen Preis für Polen. Der König hatte keine Zeit um sich um die Innen- und Außen- Politik zu kümmern, Polens Militär war erschöpft und der zukünftige Gegner Polens, Österreich, konnte sich erholen. Schließlich entfernten sich durch die Anarchie in der Innenpolitik Polen und Litauen voneinander.
Sobietskis Nachfolger war der sächsische Kurfürst August Wettin, bekannt als August der Starke, aber er war auch ein schwacher Herrscher (den Beinamen "Starke" bekam er weil er über 300 Kinder zeugte).
1701 forderte ihn Friedrich III. von Brandenburg-Preußen heraus, in dem er das Herzogtum Preußen zum Königreich erklärte und sich in Königsberg krönen ließ. Die Hohenzollern hatten 1720 einen Großteil von Pommern erworben, ihre Gebiete miteinander verbunden und bemühten sich, die Polen von der Ostsee zu vertreiben.
August der Starke zog inzwischen gegen Schweden in den Krieg um Livland zu erobern, wurde aber geschlagen. Für kurze Zeit wird von Schweden Stanislaw Leszczynski auf den Thron gesetzt 1704-1710.
1710 halfen die Rußen August (Wettin) dem Starken wieder auf den Thron zurück und Polen wurde zu einem Klientelstaat Rußlands. 1740 begann Friedrich der Große den Schlesien Krieg, der 1763 zu Ende ging und die Preußen (bis auf ein kleines Gebiet) die ganze Provinz beherrschten und somit auch den gesamten Außenhandel Polens kontrollierten.
Ideen kultureller Veränderungen und einer politischen Wiedergeburt vertraten viele Schriftsteller und Politiker. Unter ihnen erlangte der "wohltätige Philosoph", König Stanislaw Leszczynski, auch in Westeuropa höchsten Ruhm und große Anerkennung. 1765 wurde in Warszawa - neben den vielen bereits in Polen bestehenden Hof-, Schul- und anderen Theatern - ein Nationaltheater eröffnet. Seine Entwicklung und sein Anteil am Leben des Landes waren besonders mit der Persönlichkeit Wojciech Boguslawskis verbunden, der Theaterdirektor, Schauspieler und Schriftsteller zugleich war.

Die drei Teilungen Polens

Die russische Polenpolitik wurde durch einen Aufstand der Konförderation von Bar 1768-1772 beendet. (Es war die Antwort auf den sich immer steigernden politischen Druck Rußlands)


Die erste Teilung
Als Kompromiß beschlossen die Russen, einen preußischen Plan für die Teilung Polens zu unterstützen. Durch einen Vertrag im Jahr 1772 verlor Polen fast 30% seines Gebiets. Rußland bekam Gebiete an der Düna und am Dnjepr (Weißreußen), Österreich erhielt das südliche Kleinpolen (südlich an der Weichsel - später Galizien genannt) und Rotreußen, die Preußen das Ermland, Westpreußen (ohne Danzig und Thorn) und den Netzedistrikt.
Danach leitete Polen ein radikales Reformprogramm in die Wege. 1791 gab sich Polen die erste kodifizierte Verfassung Europas und die zweit modernste nach den Vereinigten Staaten. Sie beinhaltete den Begriff der Volkssouveränität und aus dem Rat der 18 Senatoren und 18 Landboten bildeten sich die Kommissionen für Äußeres, Inneres, Heerwesen, Rechtswesen und Finanzen. Selbständiger war die Erziehungskommission und das erste Kulturministerium Europas. Die Regierung erhielt ein Kabinett, das dem Sejm Rechenschaft schuldig war.


Die zweite Teilung
Das war den Russen zuviel und sie überfielen Polen, nachdem sie den Preußen Gdansk in Aussicht stellten.
Trotz des Widerstand unter Tadeusz Kosciuczko (einem Helden aus dem amerikanischem Unabhängigkeitskrieg), kommt es zur zweiten Teilung Polens (1793). Mit der zweiten Teilung wurde auch die Verfassung aufgehoben. Diesmal annektierten die Russen die restlichen Gebiete von Weiß- und Rotreußen, die Preußen gewannen Wielkopolska, Gebiete in den Masuren und Thorn und als Hauptgewinn Danzig. Die Österreicher hielten sich zurück.
1794 rief Kosciuszko zum nationalen Aufstand auf und siegt überraschend gegen die Russen in der Schlacht von Raclawice. Sein Heer bestand damals überwiegend aus mit Sensen bewaffneten Bauern, die er vorher durch ein Manifest zu freien Männern erklärte. Dieser Aufstand wurde aber am 4.11.1794, nachdem die Russen die Warschauer Vorstadt Praga erstürmten und dabei 12 000 Wehrlose erschlugen oder ertränkt hatten, niedergeschlagen.

Die dritte Teilung
Mit der dritten Teilung verschwand Polen von der Landkarte. Rußland bekam die Gebiete östlich von Bug und Niemen (Memel), Österreich bekam als Kompensation für das an Frankreich verlorene Belgien, den Hauptteil Kleinpolens (Westgalizien). Preußen schloß sich dem russisch-österreichischen Teilungsvertrag an und erhielt den Rest Polens (Neuostpreußen, Neuschlesien) einschließlich Warschaus, welches die anderen Mächte wegen ihrer Aufsässigkeit nicht haben wollten. In einem Zusatzvertrag einigten sich die Teilungsmächte 1797, auch den Namen "Polen" abzuschaffen.
 

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Literaturverzeichnis:
•1. Enno Meyer: Grundzüge der Geschichte Polens Darmstadt:Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 3.Auflage, 1990
•2. Maria Bogucka: Das alte Polen Leipzig: Urania-Verlag 1.Auflage 1983
•3. Alexander Gieysztor, Stanislaw Herbst, Boguslaw Lesnodorski: Tausend Jahre Polen,, Warszawa: Verlag Interpress, 1976

Vordiplomarbeit, Fachrichtung Malerei an der Hochschule für Malerei und Grafik in Leipzig Martin Kreim

 
 
Polen Unterkunft
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Webkatalog Polen
www.polen-welt.de
 
 

 

 

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